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25.01.2005

09:55 Uhr

Medienberichte

Bush will 80 Milliarden Dollar für Kriege

US-Präsident George W. Bush will nach US-Medienberichten zusätzlich 80 Milliarden Dollar (rund 61,4 Milliarden Euro) für die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan. Wie die „Washington Post“ in ihrer Dienstagausgabe unter Berufung auf Angaben aus Senat und Repräsentantenhaus schrieb, werde das Weiße Haus diese Forderung möglicherweise noch am Dienstag ankündigen.

George W. Bush will mehr Geld für Militäreinsätze. Foto: dpa

George W. Bush will mehr Geld für Militäreinsätze. Foto: dpa

HB WASHINGTON. Die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan schlagen damit zusammen mit fast 300 Mrd. Dollar zu Buche. Gemeinsam mit den bereits bewilligten Sofortmitteln in Höhe von 25 Mrd. Dollar würde sich die Gesamtsumme für Militäroperationen in den beiden Ländern allein in diesem Jahr auf eine Rekordsumme von 105 Mrd. Dollar belaufen. Dies übertrifft anfängliche Schätzungen deutlich.

Es wurde zudem erwartet, dass bis zu 650 Mill. Dollar für den Wiederaufbau und den Einsatz des Militärs in den südasiatischen Flutgebieten bereitgestellt werden, wie aus Kongresskreisen verlautete. Für das von der Naturkatastrophe am stärksten betroffene Land Indonesien werde ein Schuldenerlass erwogen. Vertreter des US-Präsidialamtes lehnten eine Stellungnahme zum Volumen des Pakets ab. Sie sagten auch nicht, wann die Ankündigung gemacht werden soll.

Der Nachtragshaushalt dürfte formell im Februar dem Kongress zur Zustimmung vorgelegt werden. Kritiker haben der Regierung Bushs in der Vergangenheit vorgeworfen, die Kosten für den Irak-Krieg zu gering veranschlagt zu haben. Auch gab es Vorwürfe, die Regierung berücksichtige die im Zusammenhang mit dem Krieg anfallenden Kosten bewusst nicht im Haushalt, um offiziell das Ziel zu verfolgen, das hohe Defizit zu verringern. Die Regierung hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

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