Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.05.2011

19:22 Uhr

Medienberichte

EU dementiert Gerüchte um den Euro-Austritt Griechenlands

Das Gerücht schlug ein wie eine Bombe, es steckt aber allem Anschein nicht viel dahinter: Laut einem Magazinbericht erwägt Griechenland den Austritt aus der Euro-Zone. Die Dementis ließen nicht lange auf sich warten.

Will Griechenland wirklich den Euro loswerden? Banker sagen, es würde keinen Sinn machen. Quelle: dpa

Will Griechenland wirklich den Euro loswerden? Banker sagen, es würde keinen Sinn machen.

Berlin/Brüssel/FreiburgDas hoch verschuldete Griechenland erwägt einem Medienbericht zufolge einen Austritt aus der Euro-Zone. Die Regierung in Athen denke darüber nach, den Währungsraum zu verlassen und wieder eine eigene Währung einzuführen, berichtete "Spiegel Online" am Freitag. Auf entsprechende Signale hin habe die EU-Kommission die Euro-Finanzminister zu einem Sondertreffen am Abend in Luxemburg geladen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wolle die Griechen unter allen Umständen von dem Schritt abhalten. Eine interne Vorlage seines Ministeriums warne vor katastrophalen Folgen eines Austritts Griechenland.

Ein Sprecher von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker wies den Bericht als falsch zurück. Es sei kein solches Treffen geplant. In deutschen Regierungskreisen hieß es, ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone "stand und steht nicht an". Das Handelsblatt erfuhr aus dem Bundesfinanzministerium, dass es sich um eine Falschmeldung handele.

Die EU-Kommission hat auch zurückgewiesen, dass Vertreter der Euro-Gruppe am Freitagabend zu einem Krisentreffen zusammenkommen, um über einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro zu beraten. "Ich weiß davon nichts", sagte ein Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel.

Auch aus Griechenland wurde der Bericht zurückgewiesen. Aus dem Finanzministerium verlautete es: „Die Veröffentlichung über eine angeblich bevorstehenden Austritt Griechenlands aus der Eurozone ist nicht nur unwahr; sie zeugt auch von einer unverständlichen Leichtfertigkeit. Die griechische Regierung und die Regierungen der anderen Mitgliedsländer der EU haben dieses Szenario wiederholt dementiert. Derartige Veröffentlichungen stellen eine Provokation dar, sie unterminieren die Konsolidierungsbemühungen Griechenlands und dienen der Spekulation.“

Kommentare (22)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

R.Ruf

06.05.2011, 18:47 Uhr

Man kann sicher sein, dass es strategische Überlegungen in diese Richtung gibt. Ob die griechische Regierung ihren Verlust an Souveränität mit allen verbundenen einschneidenden Fremdbestimmungen und Eingriffen dauerhaft hinnimmt,bleibt abzuwarten.

aruba

06.05.2011, 18:48 Uhr

Guten Tag,.... so lasset sie ziehen in Frieden. Besser waere es wir haetten sie rausgeschmissen. Oder ? Besten Dank

buerger

06.05.2011, 18:55 Uhr

Es naht der achte Mai, den man in Westeuropa mit Paraden feiert. Eigentlich ein beispielloser Affront. Das kann für uns deutsche Steuerzahler nur das schlimmste bedeuten. Wir sind wieder einmal nach Westeuropa, natürlich zur bedingungslosen Kapitulation einbestellt. Wenigstens das Timing beherrschen unsere lieben europäischen Freunde. Wir sollen in Scham versinken und allem in Demut zustimmen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×