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30.01.2014

16:55 Uhr

Medienberichte

Russland soll Raketen getestet haben

Russland soll Mittelstreckenraketen abgefeuert und so gegen ein historisches Abkommen verstoßen haben: Der INF-Vertrag gilt als Meilenstein zur Beendigung des Kalten Krieges und verbietet etwa die Tests von Raketen.

Eine russische Langstreckenrakete vom Typ Topol-M bei der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs: Die USA sprechen laut der Zeitung bisher offiziell nicht von einer Verletzung, sondern einer möglichen Umgehung des Abkommens. dpa

Eine russische Langstreckenrakete vom Typ Topol-M bei der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs: Die USA sprechen laut der Zeitung bisher offiziell nicht von einer Verletzung, sondern einer möglichen Umgehung des Abkommens.

New YorkDie USA gehen laut einem Medienbericht davon aus, dass Russland entgegen eines Abkommens Mittelstreckenraketen getestet hat. Darüber informierte die US-Regierung nach Angaben der „New York Times“ (Mittwoch) ihre Nato-Bündnispartner Mitte Januar in Brüssel. Moskau habe seit 2008 landgestützte Marschflugkörper eines neuen Typs namens RS-26 getestet.

Der sogenannte INF-Vertrag verbietet die Produktion, den Besitz sowie der Test von Mittelstreckenraketen. Er war 1987 von den damaligen Regierungschefs der USA und der Sowjetunion, Ronald Reagan und Michail Gorbatschow, unterzeichnet worden. Die Übereinkunft galt als ein Meilenstein auf dem Weg zur Beendigung des Kalten Krieges.

Die US-Staatssekretärin für Rüstungskontrolle, Rose Gottemoeller, habe seit Mai wiederholt die Tests bei russischen Behörden beanstandet, schreibt die „New York Times“. Diese hätten Ermittlungen zugesichert und den Fall dann für abgeschlossen erklärt. Die USA sprechen laut der Zeitung bisher offiziell nicht von einer Verletzung, sondern einer möglichen Umgehung des Abkommens.

Strittig ist, ob die auf interkontinentaler Strecke getestete Rakete als Mittelstreckensystem verboten oder als Langstreckenwaffe unter einem neueren Abkommen erlaubt ist.

Von

dpa

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