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09.10.2016

11:27 Uhr

Mehr als 140 Tote

Verheerender Luftangriff auf Trauerfeier in Jemen

Es ist einer der schlimmsten Luftangriffe im jemenitischen Bürgerkrieg: In der Hauptstadt Sanaa wird eine Trauerfeier von Kampfflugzeugen der saudisch geführten Koalition angegriffen, mehr als 140 Menschen sterben.

Nur Trümmer blieben von dem Gebäude übrig, in dem sich die Menschen zu einer Trauerfeier zusammengefunden hatten. AFP; Files; Francois Guillot

Spur der Verwüstung

Nur Trümmer blieben von dem Gebäude übrig, in dem sich die Menschen zu einer Trauerfeier zusammengefunden hatten.

SanaaBei einem der bislang verheerendsten Angriffe im jemenitischen Bürgerkrieg hat die saudi-arabisch geführte Koalition mehr als 140 Menschen getötet und rund 530 verletzt. Das teilten die Vereinten Nationen mit. Ziel des Luftangriffs war eine Trauerfeier in der Hauptstadt Sanaa.

Unter den Toten und Verwundeten waren Sicherheitskreisen zufolge schiitische Huthi-Rebellen, die gegen die von Saudi-Arabien und andere sunnitische Golfstaaten unterstützte Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur kämpfen. Saudi-Arabien kündigte am Sonntag eine Untersuchung des Vorfalls an.

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Ein Großteil der Menschen im Jemen ist von ärztlicher Versorgung abgeschnitten. Vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen kämpfen um politische Macht – und fachten den Konflikt am Dienstag mit einem weiteren Schritt an.

Die von dem Land geführte Koalition ist die einzige Kraft in dem Konflikt, die Luftwaffe einsetzt. Bei früheren Angriffen waren bereits Krankenhäuser, Märkte und andere Orte, an denen sich Zivilisten versammeln, angegriffen worden.

Der Sprecher der Huthi-Rebellen, Mohammed Abdul-Salam, verurteilte den Angriff und bezeichnete ihn als „Genozid“ der saudischen Koalition. „Das Schweigen der Vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft sind die Munition für die Mörder“, sagte er. „Diese Mörder werden der göttlichen Gerechtigkeit nicht entkommen.“

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