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21.02.2013

12:40 Uhr

Mehr als 30 Tote

Autobombe explodiert im Zentrum von Damaskus

Eine dunkle Rauchwolke steigt über Syriens Hauptstadt auf – eine Autobombe ist vor der Zentrale der Regierungspartei in Damaskus in die Luft gegangen. Fernsehbilder zeigen Zerstörung und mehrere leblose Körper.

Der Tatort: Im Zentrum von Damaskus ist die Autobombe explodiert. dpa

Der Tatort: Im Zentrum von Damaskus ist die Autobombe explodiert.

DamaskusDie Explosion einer Autobombe hat am Donnerstagmorgen die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Nach Angaben von Aktivisten kamen dabei mindestens 31 Menschen ums Leben. Unter den Opfern waren dem syrischen Beobachterzentrum für Menschenrechte zufolge Sicherheitskräfte und Zivilisten. Die Explosion ereignete sich nahe des Hauptquartiers der regierenden Baath-Partei und der russischen Botschaft im Stadtviertel Masraa. Ein Auto sei bei einem Kontrollpunkt zwischen der Botschaft und der Parteizentrale explodiert, berichteten Augenzeugen.

Auch die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, unter den Opfern seien Kinder einer Schule in der Nähe des Anschlagortes. Der Sender bezeichnete die Explosion als „Terrorangriff“. Der regimetreue Sender Al-Ichbarija zeigte Bilder von vier leblosen Körpern, die in einem öffentlichen Park liegen. Feuerwehrleute versuchten, brennende Autos zu löschen.

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Die Explosion zerstörte Glasscheiben in der Umgebung. Augenzeugen berichteten von einer riesigen Rauchwolke, die in weiten Teilen der Stadt sichtbar war. „Es war riesig. In meinem Laden fiel alles durcheinander“, sagte ein Anwohner. Ein Mädchen, dass an seinem Laden vorbeiging, sei durch herumfliegende Glasscherben getötet worden, fügte er hinzu.

Wie die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti meldete, wurde die russische Botschaft durch die Explosion beschädigt. Kurz nach der Explosion soll sich im Nordwesten von Damaskus eine zweite Explosion ereignet haben. Das oppositionelle Beobachterzentrum für Menschenrechte berichtete, dass im Stadtteil Barseh zwei Autobomben explodiert seien, gefolgt von Gefechten zwischen Rebellen und Sicherheitskräften. Weitere Details waren nicht bekannt.

Damaskus blieb bislang von schweren Gefechten im syrischen Bürgerkrieg weitgehend verschont, doch mehrere Regierungsgebäude wurden in der Vergangenheit zum Ziel von Bombenanschlägen. Am Mittwoch starb bein einem Mörserangriff auf ein Fußballstadion ein Spieler. Am Dienstag gingen Granaten in der Nähe von einem der drei Präsidentepaläste Baschar Al-Assads in Damaskus nieder.

Kommentare (2)

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RumpelstilzchenA

21.02.2013, 13:14 Uhr

Unter Saddam gab es so etwas nicht! Der Globalisierungs-Anspruch fordert seinen Tribut. Kollateral-Schäden?

Baluba

21.02.2013, 13:23 Uhr

Diese Terroristen werden in Deutschland noch hofiert! Heute im Deutschlandfunk.

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