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02.07.2013

07:38 Uhr

Mehrere Tote

Autobombenanschlag auf Nato-Stützpunkt in Kabul

Am Eingangstor des Nato-Stützpunkts in Afghanistans Hauptstadt Kabul hat ein Selbstmordattentäter einen Sprengsatz gezündet. Mehrere Menschen starben. Mittlerweile haben sich die Taliban zu der Tat bekannt.

Tote bei Anschlag auf Nato-Stützpunkt in Kabul

Video: Tote bei Anschlag auf Nato-Stützpunkt in Kabul

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KabulBei einem Autobombenanschlag auf einen NATO-Stützpunkt in Kabul sind am Dienstagmorgen mindestens sieben Menschen getötet worden. Zunächst habe ein Selbstmordattentäter einen Sprengsatz am Eingangstor gezündet, danach hätten Angreifer das Feuer eröffnet und vier Wachmänner und zwei Zivilpersonen getötet, teilte der Polizeichef der Provinz, Mohammed Ajuob Salangi mit. Die vier Selbstmordangreifer seien ebenfalls getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban.

Polizeiangaben zufolge steuerte ein Selbstmordattentäter einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in einen Komplex, der von einer Zulieferfirma der in Afghanistan stationierten internationalen Truppen genutzt wird. Nach der Explosion lieferten sich demnach drei Kämpfer Schusswechsel mit Wachleuten.

Die Zahl der tödlichen Anschläge in Afghanistan hatte in jüngster Zeit wieder zugenommen. Das afghanische Innenministerium hatte am Montag mitgeteilt, dass im vergangenen Monat 299 Polizisten getötet und 618 verwundet worden seien. Zahlen für die Verluste der Streitkräfte im Juni lagen nicht vor. 753 Aufständische seien bei gemeinsamen Einsätzen getötet und mehr als 300 verhaftet worden. Ferner seien 180 Zivilpersonen getötet worden.

Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP wurden in diesem Jahr bis Ende Mai 807 afghanische Soldaten und Polizisten, 365 Zivilpersonen und 63 Soldaten der internationalen Schutztruppe ISAF getötet. Die Zahlen zeigen, das mit dem Rückzug der IFOR die Verluste der afghanischen Sicherheitskräfte steigen: Im vergangenen Jahr wurden bis Ende Mai 365 afghanische Polizisten und Soldaten und 338 Zivilpersonen getötet. Die IFOR verlor 177 Soldaten.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

02.07.2013, 10:46 Uhr

Afghanistan ist ein 2. Vietnam für die Amerikaner
10 Jahre Krieg und nichts erreicht.
Nach Abzug der Kräfte wird es auch genau so weitergehen
Aber lernen aus dem Desaster tun die Amis wohl nicht

RumpelstilzchenA

02.07.2013, 11:05 Uhr

Einmal Besatzungsmacht, immer Besatzungsmacht!
Amerika wird aus strategischen Gründen einen Drohnenstützpunkt behalten und Deutschland macht den Handlanger.

T.Hoschek

02.07.2013, 11:45 Uhr

Und woran erkennen Sie das nichts erreicht wurde? Wissen Sie überhaupt was das Ziel gewesen ist?

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