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30.10.2012

19:42 Uhr

Mehrere Tote

Syrische Luftwaffe startet Offensive

Nach einem kaum beachteten Waffenstillstand hat die syrische Armee mehrere Rebellen-Stellungen aus der Luft bombardiert. Die Opposition berichtet von mehreren Dutzend getöteten Menschen.

Zerstörte Gebäude in der Nähe von Damaskus. Reuters

Zerstörte Gebäude in der Nähe von Damaskus.

AmmanNach dem Ende des kaum beachteten Waffenstillstands hat die syrische Armee eine neue Offensive von Luftangriffen gestartet. Durch Flugzeugattacken auf Stellungen der Aufständischen starben nach Oppositionsangaben am Dienstag mehrere Dutzend Menschen.

Rebellen töteten einen Luftwaffengeneral in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus, wie das Staatsfernsehen berichtete. Dies war der jüngste Anschlag auf führende Gefolgsleute von Präsident Baschar al-Assad. Im Juli waren bei einem Bombenattentat vier ranghohe Assad-Vertraute ums Leben gekommen, darunter ein Schwager des Staatschefs und der Verteidigungsminister.

Regierungsgegner berichteten von Luftwaffenangriffen auf östliche Vororte von Damaskus, Außenbezirke von Homs und die von Rebellen eingenommene Stadt Maarat al-Numan im Norden des Landes. Demnach starben in Maarat al-Numan 28 Zivilisten. Durch Granatenbeschuss der Armee seien in einem Bezirk von Damaskus mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Und bei einem Luftangriff auf die Ortschaft al-Mubarkije bei Homs seien zwei Rebellen getötet und zehn verletzt worden.

Ziel sei es gewesen, die Belagerung eines Armeestützpunktes in al-Mubarkije zu beenden. Den Rebellen zufolge wurden von der Militärbasis wiederholt sunnitische Dörfer an der Grenze zum Libanon beschossen. Der Ort sei bereits im März von der Armee dem Erdboden gleichgemacht worden.

Die syrische Armee hat zuletzt verstärkt die Luftwaffe im Kampf gegen die Rebellen eingesetzt. Diese verfügen über keine effektive Luftabwehr. Die meisten Einwohner der Millionenmetropole Homs sind aus der Stadt geflohen. In ihr wohnen sowohl Angehörige der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit als auch der Gruppe der Alawiten, der Präsident Assad angehört. Eine vom internationalen Syriengesandten Lakhdar Brahimi vermittelte viertägige Waffenruhe wurde von den Konfliktparteien weitgehend ignoriert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

31.10.2012, 00:20 Uhr

Syrien ist längst zum verdeckten Kriegsschauplatz von USA vs. Russland geworden. Die USA finanziert Söldnertruppen über Saudi-Arabien und Russland unterstützt die Syrische Armee. Und die Bevölkerung mitten drin.

Ohne Kontrolle über Syrien, kein Angriff auf den Iran - ohne den Krieg gegen Iran - keine weitere Eskalation.

Ja, die verbleibenden Ressourcen reichen nicht für zwei Super-Mächte (US/EU vs. China/Russland) aber müssen wir deswegen wirklich den Dritten Weltkrieg anzetteln?

Wie wäre es mit einer Richtungsänderung - neues Geldsystem das kein exponentielles Wirtschaftswachstum erfordert und den Handel fördert statt Kriege um die letzten Ressourcen erzwingt? Damit unsere Nachkommen auch noch leben können.

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