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12.12.2014

15:50 Uhr

Mehrere Verletzte

Israel wirft Palästinenser Säureanschlag vor

Gräueltat in Jerusalem: Ein radikaler Palästinenser hat nach Angaben der israelischen Armee eine Gruppe unbewaffneter Israelis mit Säure attackiert. Der Täter soll angeschossen und verhaftet worden sein.

Im Nahost-Konflikt besteht weiterhin keine Hoffnung auf dauerhaften Frieden. Reuters

Im Nahost-Konflikt besteht weiterhin keine Hoffnung auf dauerhaften Frieden.

JerusalemBei einem Säure-Attentat sind mehrere Israelis im Westjordanland südwestlich von Jerusalem verletzt worden. Die israelische Armee teilte am Freitag mit, eine Familie habe nahe einem Checkpoint einen Anhalter mitgenommen. Daraufhin habe der Mann die Familie erst mit einer Flüssigkeit – offenbar Säure – attackiert und den Vater dann mit einem Schraubenschlüssel angegriffen. Ein Zivilist, der in der Nähe war, schoss auf den Angreifer und verletzte ihn. Medienberichten zufolge soll der Mann aus Nahalin unweit des Tatortes stammen.

Der Nachrichtenseite „ynet“ zufolge wurden fünf Israelis leicht verletzt, darunter drei Kinder zwischen acht und zehn Jahren. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Im Westjordanland und in Jerusalem kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Konfrontationen und auch Anschlägen. Nach dem Tod des ranghohen Palästinenserfunktionärs Siad Abu Ein bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten am Mittwoch war neue Gewalt befürchtet worden. Die palästinensische Regierung machte Israel für den Tod des Leiters der palästinensischen Beobachtungsstelle für die israelische Siedlungspolitik verantwortlich. Israels Gesundheitsministerium nannte dagegen unter Verweis auf die Autopsie einen Herzinfarkt infolge einer Stress-Situation als wahrscheinliche Todesursache.

Chronik des Gaza-Konflikts (11.8.)

Erste Woche

8./9. Juli 2014: Nach massivem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen fliegen israelische Kampfflugzeuge Dutzende Angriffe.

10./11. Juli: Militante Palästinensergruppen nehmen erstmals den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv ins Visier.

15. Juli: Israel akzeptiert eine von Ägypten vorgeschlagene Feuerpause. Die Hamas lehnt ab.

Zweite Woche

17. Juli: Nach einer mehrstündigen Waffenruhe beginnt Israel eine Bodenoffensive, um die Infrastruktur der Hamas zu zerschlagen und deren Tunnel im Grenzgebiet zu zerstören.

21. Juli: Um zu vermitteln, treffen US-Außenminister John Kerry und Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kairo ein.

23. Juli: Viele Fluggesellschaften stellen Flüge zum Ben-Gurion-Flughafen wegen des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen vorübergehend ein.

Dritte Woche

26./27. Juli: Eine zwölfstündige Waffenruhe tritt in Kraft. Eine Verlängerung lehnt die Hamas ab, die Angriffe gehen weiter.

30. Juli: Nach dem Beschuss einer UN-Schule im Gazastreifen mit 20 Toten hagelt es Kritik an Israel.

31. Juli: Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay wirft Israel und der Hamas die Verletzung des humanitären Völkerrechts vor.

1. August: Eine Waffenruhe hält nur wenige Stunden. Israel beschuldigt die Hamas, einen Soldaten verschleppt zu haben. Für die Suche nach ihm weitet Israel seine Offensive aus.

3. August: Die Armee erklärt den gesuchten Soldaten für tot. Er sei bei Kämpfen ums Leben gekommen. Beim Beschuss einer Uno-Schule sterben nach palästinensischen Angaben mindestens zehn Menschen. Israel beginnt mit dem Abzug seiner Bodentruppen aus dem Gazastreifen.

Vierte Woche

4. August: Ein Anschlag in Jerusalem überschattet eine von Israel erklärte Feuerpause: Ein palästinensischer Baggerfahrer rammt einen Bus. Ein Passant stirbt, der Attentäter wird erschossen.

5. August: Mit Beginn einer dreitägigen Waffenruhe zieht Israel alle Bodentruppen aus dem Gazastreifen ab. Israelis und Palästinenser beginnen in Kairo Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe.

8. August: Nach Ablauf der Waffenruhe feuern militante Palästinenser wieder Raketen Richtung Israel, das mit Luftangriffen reagiert.

10. August: Eine weitere dreitägige Feuerpause tritt in Kraft.

Die israelische Armee war Medienberichten zufolge aus Sicherheitsgründen in den vergangenen Tagen in erhöhter Alarmbereitschaft.

Kommentare (4)

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Herr Franz Giegl

12.12.2014, 16:01 Uhr

Somit darf Israel ja wieder "legitim" Palästina angreifen... (...)

Verstehe nicht, wieso nicht jeder Palästinenser versucht gegen Israel aktiv vorzugehen... Wenn uns jemand unser Land rauben würde, würden wir hoffentlich auch alle aktiv und damit eben auch mit Gewalt dagegen vorgehen... ach neeee ich vergaß... der Israelische Staat ist ja "legal/legitim" hahahhaa^^

(...)

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich. 

Frau Lisa Walter

12.12.2014, 19:32 Uhr

Israel das einzige Land in der Region in der Pressefreiheit herrscht, in dem ALLE Religionen gleiche Rechte besitzen und das eine funktionierende Demokratie vorweisen kann.
Obwohl Juden in der Region schon fast 3000 Regionen leben, müssen Sie ständig ihrer Vernichtung. Alleine Israels Nachbarn versuchten das Land mit der Größe vom Saarland dreimal von der Landkarte zu wischen.

Aber wir selbstgerechten Europäer halten lieber zu denen, die ihre Straßen nach Zivilisten-Mörder ("Märtyrer") benennen. Traurig aber wahr, in den letzten Jahren zeigt sich in Europa der Antisemitismus nicht selten unter dem Deckmantel der Israelkritik (leider häufig auch bei Menschen aus dem linken Spektrum).

Herr Holger Klekar

12.12.2014, 20:01 Uhr

@Frau Lisa Walter
Israel das einzige Land in der Region in der Pressefreiheit herrscht,...

Welche Pressefreiheit?
Die haben wir nicht einmal in den besetzten Gebieten der BRD.
BRD ist ja immer noch unter der Besatzung der USA und Israel.
Antisemitismus - Sparen Sie sich diese "Keule".

Unrecht ist und bleibt Unrecht. Egal wer es macht.

Antisemitismus - soll jede Kritik mundtot machen.

Wie viele Palästinenser sind von den Israelis ermordet worden?
Ja - ja - die "Deutschen" und ihre ewige Schuld.
"Genuß" der ewigen Schuld. Kein Volk ist so abartig sich so selbst zu zerstören.
USA und wie viele tote Indianer ? 100 Millionen seit Weisse in Amerika eingefallen sind.
Lange Liste der USA-Verbrechen.
Folterer und Entführer.
El Masri - bekannt?
Täter sind namentlich bekannt.
Deutsche Regierung unterstützte die CIA-Verbrecher. Klagt nicht gegen USA.
Belgien innerhalb kurzer Zeit 10 Mio. Afrikaner ermordet und zig. verstümmelt.

Palästina und Juden - Wie viele ermordete und vertriebene Araber und Palästinenser? 10 – 20 Millionen

Wie sehen die Siedlungskarten allein der letzten 150 Jahre aus?

Ganzen Generationen Leben, Zukunft, Land, Hoffnung, ... auf Besserung genommen.
Aber die Angela Dorothea Kasner Merkel unterstützt so etwas aktiv.
Liefert Waffen, U-Boote,....
Gladio, Stay behind, … Angela Dorothea Kasner Merkel, … MOSSAD, CIA, Stasi, … NSA, …. Wer kann flieht in den Westen. Kasners gehen in den Osten.

BRD muß sich erst von der Besatzung durch die USA und Israel befreien.
Nur Obama möchte so etwas nicht - soll bis 2099 bleiben.
BRD zahlt zig Mrd. für Besatzung - Jahr für Jahr.
60.000 in Uniformen und 30.-40.000 in Anzügen usw..

Merkel und Co. müssen weg.

... "wir" selbstgerechten Europäer...
Nicht doch.
Kolonialherren und Rassisten wie in den USA, oder wie Lämmer die sich zur Schlachtbank führen lassen und zahlen, zahlen,..

Nennen Sie mich jetzt anti-jüdisch-christlich, -moslemisch,..hindisch.
Verbrechen bleibt Verbrechen - egal welche Sektenangehörigkeit.

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