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20.02.2014

23:12 Uhr

Mehrere Verletzte

Proteste in Venezuela drohen zu eskalieren

Auf den Straßen Venezuelas treffen Gegner und Anhänger der Regierung gewaltsam aufeinander. Die Opposition wirft der Staatsführung „brutale Repression“ vor. US-Präsident Obama fordert die Parteien zum Dialog auf.

Unterstützer des Oppositionsführers Lopez vor einer Barrikade: Die Studentenproteste richten sich vor allem gegen die mangelnde Sicherheitslage in Venezuela. Reuters

Unterstützer des Oppositionsführers Lopez vor einer Barrikade: Die Studentenproteste richten sich vor allem gegen die mangelnde Sicherheitslage in Venezuela.

CaracasOppositionsführer in Venezuela haben die Regierung für die Brutalität verurteilt, mit der sie die Proteste von Regierungsgegnern zu unterdrücken versuche. Der zweimalige Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles sprach von einer „brutalen Repression“. Die Regierung lasse nach Studenten und anderen Protestierenden jagen. In einigen Fällen werde dabei in Wohnungen eingebrochen, um mutmaßliche Teilnehmer an den Protesten festzunehmen, sagte er.

In den Straßen der Hauptstadt Caracas schwärmten Polizisten, Soldaten und Mitglieder privater Milizen aus, um Proteste zu unterdrücken. Sie machten mit zum Teil wahllos abgegebenen Schüssen ganze Gegenden zu gefährlichen Zonen, kritisierte die Opposition.

Nach den heftigen Protesten gegen die Linksregierung bleibt die Lage in der Hauptstadt gespannt. Aus verschiedenen Stadtteilen der Millionenmetropole wurden am Mittwoch (Ortszeit) erneut gewaltsame Zusammenstöße zwischen oppositionellen Studenten, Polizei und bewaffneten Regierungsanhänger gemeldet. Mehrere Menschen erlitten Schussverletzungen.

Ausschreitungen in Venezuela: Maduro reagiert auf Proteste mit Härte

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Nicolás Maduro zeigt sich unversöhnlich, Demonstranten, die gegen ihn auf die Straße gehen, seien Teil eines „faschistischen“ Putsches. Den Oppositionsführer hat er schon aus dem Verkehr gezogen – nun droht er Bürgern.

Polizeieinheiten gingen mit Tränengas gegen Demonstranten vor. Einige Straßen der Hauptstadt waren auch am Donnerstag noch durch brennende Barrikaden blockiert. US-Präsident Barack Obama verurteilte die Gewalt und forderte die gegnerischen Lager zum Dialog auf.

Der linke Staatschef Nicolás Maduro schlug angesichts der andauernden Proteste erneut harte Töne an. „Wir stehen vor einem sich weiter entfesselnden Staatsstreich gegen Venezuela. Der Chef des Faschismus ist schon gefangen, und ich werde das mit allen Faschisten machen, wo immer sie sein mögen“, sagte Maduro am Mittwochabend (Ortszeit) mit Blick auf den festgenommenen Oppositionellen Leopoldo López.

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