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01.10.2013

08:20 Uhr

Mehrwertsteuer soll steigen

Japans Ministerpräsident kündigt Steuererhöhung an

Die Stimmung unter den japanischen Exportunternehmen ist gut. Für Japans Ministerpräsident ist das der richtige Zeitpunkt, die Steuern zu erhöhen. Kritiker befürchten, dies könnte die Erholung der Wirtschaft abwürgen.

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte an, die Verbrauchssteuer anzuheben. Seit 1997 hatte keiner seiner Vorgänger eine Steuererhöhung gewagt. Reuters

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte an, die Verbrauchssteuer anzuheben. Seit 1997 hatte keiner seiner Vorgänger eine Steuererhöhung gewagt.

TokioDer japanische Ministerpräsident Shinzo Abe will wie geplant im kommenden April die Verbrauchssteuer von derzeit 5 auf 8 Prozent anheben. Das erklärte Abe am Dienstag, wie japanische Medien berichteten. Die Entscheidung war allgemein erwartet worden. Abe hatte zuvor unter anderem das Ergebnis des jüngsten Quartalsberichts der Bank von Japan abgewartet.

Dieser ergab eine unerwartet starke Verbesserung der Stimmung unter den großen Exportunternehmen. Kritiker befürchten jedoch, dass durch eine Steuererhöhung die gerade begonnene Erholung der Wirtschaft abgewürgt werden könnte. Um dies zu verhindern, will Abe ein neues Milliarden-Konjunkturpaket auflegen. Seit 1997 hatte keiner seiner Vorgänger eine Steuererhöhung gewagt.

Eckpunkte der neuen japanischen Geldpolitik

Festes Inflationsziel

Die Bank von Japan legt sich fest: Innerhalb von zwei Jahren wird sie eine Inflationsrate von zwei Prozent erreichen.

Verdoppelung der Geldbasis

Die Geldbasis soll von jetzt 138 Billionen Yen auf 270 Billionen Yen im Jahr 2014 steigen. Umgerechnet geht es um eine Steigerung von 1,05 Billionen Euro auf 2,05 Billionen Euro.

Kauf von Staatsanleihen

Die Bank von Japan will 77 Prozent des frischen Zentralbankgelds in Staatsanleihen mit langer Laufzeit investieren. Die durchschnittliche Laufzeit ihrer Staatsanleihen soll von drei auf sieben Jahre steigen.

Dauer der Maßnahmen

Die Zentralbank legt sich darauf fest, so lange an der expansiven Geldpolitik festzuhalten, bis sie ihr Inflationsziel erreicht hat.

Aussetzung des Banknoten-Prinzips

Die Bank von Japan setzt zeitweilig das Banknoten-Prinzip außer Kraft, wonach sie nicht den Wert der im Umlauf befindlichen Banknoten überschreiten darf.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Rainer_J

01.10.2013, 09:39 Uhr

Zitat:"Mehrwertsteuer soll steigen"

Klar, die Produkte sind mehr "wert", wenn der "Staat" wie ein Wegelagerer Brückengeld will.

Das Handelsblatt hat wohl noch nie was von Umsatzsteuer gehört.

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