Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.12.2016

09:14 Uhr

Melania oder Ivanka Trump

Wer wird Amerikas neue First Lady?

Ivanka Trump war schon im Wahlkampf eine wichtige Stütze für ihren Vater. Jetzt mischt sie auch bei den Vorbereitungen für die Amtsübernahme mit. Das nährt Spekulationen um ihre Rolle nach dem Einzug ins Weiße Haus.

Donald Trumps Augapfel könnte bei seinem Amtsantritt eine besondere Rolle im Weißen Haus spielen. dpa

Ivanka Trump

Donald Trumps Augapfel könnte bei seinem Amtsantritt eine besondere Rolle im Weißen Haus spielen.

WashingtonMelania Trump will vorerst nicht ins Weiße Haus. Aber das heißt nicht unbedingt, dass ihr Mann Donald zumindest auf seiner ersten Etappe als Präsident ohne „First Lady“ auskommen muss. Denn da ist ja Ivanka, die 35-jährige Tochter Trumps aus seiner ersten Ehe mit Ivana. Wie es heißt, suchen die Geschäftsfrau und ihr Mann Jared Kushner im vornehmen Washingtoner Stadtteil Georgetown nach einer neuen Bleibe.

Und es mehren sich Berichte, nach denen für Ivanka ein Büro im East Wing des Weißen Hauses eingerichtet werden soll - dem Ostflügel, in dem traditionell die „First Lady“ ihren Schreibtisch hat.

Überraschen würde es keineswegs, wenn Ivanka in der künftigen Regierung Trump eine prominente Rolle spielen würde - wenn auch vielleicht ohne irgendeinen offiziellen Titel. Waren Auftritte von Ehefrau Melania schon im Wahlkampf eine Seltenheit, hat man sie nach dem Sieg ihres Mannes am 8. November so gut wie gar nicht mehr gesehen. Ganz anders Ivanka.

Was Trump sich leisten konnte, ohne zu stürzen

Sexistische Aussagen

Trump fällt seit Jahren mit frauenverachtenden Sprüchen auf wie „dicke Schweine“ oder „Schlampen“. Eine Miss Universe verunglimpfte er als „Miss Piggy“, die ordentlich Gewicht zugelegt habe. Nach kritischen Fragen der Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly deutete Trump an, sie habe Menstruationsprobleme gehabt.

Der Video-Skandal

In einem Video aus dem Jahr 2005 ist zu hören, wie Trump vulgär über Frauen herzieht. Nur wenige Monate nach seiner Hochzeit mit Ehefrau Melania brüstet er sich mit sexuellen Übergriffen.

Verbal-Angriff auf Familie eines toten Soldaten

Trumps Hetze gegen andere Ethnien scheint kaum Grenzen zu kennen. Ende Juli legte er sich mit den pakistanstämmigen Eltern eines gefallenen muslimischen US-Soldaten an.

Unklarheiten um Steuererklärung

Seit Monaten weigert sich Trump, seine Steuererklärung zu veröffentlichen, obwohl das bei Präsidentschaftskandidaten überparteilicher Usus ist. Auch Hillary Clinton legte ihre Daten offen. Die „New York Times“ berichtete, dass der Geschäftsmann Trump 1995 einen Verlust von 916 Millionen US-Dollar (824 Mio. Euro) ausgewiesen habe. Steuerexperten kamen daraufhin zu dem Schluss, dass Trump auf diese Weise über zwei Jahrzehnte keine Steuern abführen musste.

Drohungen mit Waffengewalt

Mit einer zweideutigen Aussage, die sich als Aufruf zur Gewalt gegen seine Rivalin Hillary Clinton verstehen lässt, löste Trump einen Sturm der Entrüstung aus. Bei einem Wahlkampfauftritt deutete er an, dass nur Waffenfreunde Clinton aufhalten könnten.

Was Trump sich noch leistete

Trump verwechselt 9/11 mit 7/11 - Trump macht Anspielung auf die Größe seines Penis - Trump behauptet seit längerem, US-Präsident Barack Obama sei nicht in den USA zur Welt gekommen, sondern in Kenia.

Die derzeitige Vizepräsidentin für Immobilien in der Trump Organization war schon in der Wahlkampagne eine der sichtbarsten Stützen ihres Vaters, und jetzt mischt sie auch bei den Vorbereitungen für die Amtsübernahme am 20. Januar kräftig mit.

Wiederholt sah man sie mit am Tisch sitzen, wenn Donald Trump hochkarätige Besucher empfing - so etwa führende Köpfe aus Amerikas High-Tech-Hochburg Silicon Valley oder Regierungschef Shinzo Abe aus Tokio. Letzteres löste wegen Trumps Geschäftsbeziehungen zu Japan besonderes Stirnrunzeln aus, zumal der designierte Präsident zu diesem Zeitpunkt neben seinen Söhnen Donald Jr. und Eric auch Ivanka als künftigen Manager seines Geschäftsimperiums genannt hatte - wenn er sich denn selber nach seinem Einzug ins Weiße Haus ganz daraus zurückgezogen hat.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×