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13.11.2014

13:18 Uhr

Menschenrechtsverstöße

Uno-Ermittler vergleicht Kim-Verbrechen mit Nazi-Zeit

Kim Jong Un soll der Prozess gemacht werden. Das fordert Uno-Sonderberichterstatter Marzuki Darusman. Dem Regime des Diktators können massive Menschenrechtsverstöße nachgewiesen werden.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un inszeniert sein Land gerne als Militärmacht. Reuters

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un inszeniert sein Land gerne als Militärmacht.

SeoulGegen Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un liegen nach Angaben eines UN-Beauftragten ausreichend Beweise vor, um ihn wegen massiver Menschenrechtsverstöße zur Rechenschaft zu ziehen. Der Nordkorea-Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, Marzuki Darusman, sagte am Donnerstag, die Schuld an den von staatlicher Seite begangenen Taten könne eindeutig Kim zugewiesen werden.

Er verwies unter anderem auf einen Bericht vom Februar. Darin heißt es, dass Nordkoreas Sicherheitschefs und womöglich sogar Kim selbst international der Prozess gemacht werden sollte wegen des Befehls von Verbrechen, die vergleichbar zu Gräueltaten in der Nazi-Zeit seien.

Nordkorea hat die UN-Untersuchung als Teil eines Komplotts der USA zur Zerstörung des politischen Systems des abgeschotteten Landes bezeichnet. Darusmans Aussagen zählen zu den schärfsten, die je ein UN-Vertreter zu Nordkorea geäußert hat. Der UN liegt ein von der Europäischen Union und Japan entworfener Resolutionstext vor, der darauf abzielt, dass sich der Internationale Strafgerichtshof mit der Lage in Nordkorea befasst.

Kim wird in dem Entwurf namentlich nicht genannt. Ob die Resolution Erfolg haben wird, ist fraglich, denn nur der UN-Sicherheitsrat darf die Angelegenheit an den Gerichtshof verweisen. In dem Gremium hat Nordkoreas wichtigster Unterstützer China allerdings Vetorecht.

Von

rtr

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