Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.02.2017

11:00 Uhr

Merkel bei Erdogan

Türkei warnt Griechenland vor „Provokationen“

Die Türkei fordert von Griechenland und Deutschland die Auslieferung von türkischen Militärs, die Asyl beantragt haben. Kurz vor dem Türkei-Besuch von Kanzlerin Merkel warnt die Türkei vor einer Eskalation.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan werden vor allem über das Flüchtlingsabkommen zwischen EU und Türkei reden. dpa

Angela Merkel und Recep Tayyip Erdogan

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan werden vor allem über das Flüchtlingsabkommen zwischen EU und Türkei reden.

AnkaraUnmittelbar vor Beginn des Türkei-Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt die Regierung in Ankara den EU-Partner Griechenland vor Provokationen. Die Türkei fordert sowohl von Deutschland als auch von Griechenland die Auslieferung von türkischen Militärs, die Asyl beantragt haben. „Wenn die Situation eskaliert, was Gott verhüten möge, falls es zu einem ungewollten Zwischenfall kommt, denn wird es keinen Weg zurück geben“, sagte Außenminister Mevlüt Cavusolgu der Zeitung „Hürriyet“ vom Donnerstag ohne konkreter zu werden. Merkel wird am Donnerstag in Ankara erwartet.

Nachdem das oberste griechische Gericht die Auslieferung von acht Soldaten abgelehnt hat, drohte die türkische Regierung mit dem Ende des Flüchtlingsabkommens. Auch in Deutschland haben türkische Soldaten Asylanträge gestellt.

Flucht vor Erdogan: Türkische Nato-Soldaten beantragen Asyl in Deutschland

Flucht vor Erdogan

Türkische Nato-Soldaten beantragen Asyl in Deutschland

Rund 40 hochrangige Nato-Soldaten aus der Türkei haben Asyl in Deutschland beantragt. In der Türkei drohen ihnen womöglich Gefängnisstrafen und Folter. Die Anträge könnten das deutsch-türkische Verhältnis zerrütten.

Mit Griechenland streitet sich die Türkei zudem über die Hoheit über eine unbewohnte Insel-Gruppe im Mittelmeer. Am Mittwoch sind nach griechischen Angaben massenhaft türkische Kampfflugzeuge in den Luftraum über der südlichen Ägäis eingedrungen. Griechenlands Verteidigungs-Minister Panos Kammenos sprach von „Cowboy-Possen“.

Merkel will Gespräche mit Präsident Recep Tayyip Erdogan und Regierungschef Binali Yildirim führen. Dabei geht es neben dem Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU voraussichtlich auch um die Menschenrechtslage in dem Nato-Staat.

Von

rtr

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Paul Kersey

02.02.2017, 12:03 Uhr

Sehr geehrter Nutzer,  unsere Redakteurinnen und Redakteure stehen mit ihrem Namen für ihre Arbeit ein. Wir wollen einen Austausch auf Augenhöhe und bitten daher unsere Leser, sich ebenfalls mit ihren richtigen Namen an der Diskussion zu beteiligen: Weil wir glauben, dass ihre Meinung so an Gewicht gewinnt. Wie in unserer Netiquette angekündigt, möchten wir auch Sie bitten kein Pseudonym zu verwenden, sondern sich mit Ihrem Klarnamen an der Diskussion zu beteiligen. Bislang verwenden Sie nur einen Nicknamen. Bitte holen Sie daher die Angabe Ihres Klarnamens in den Feldern „Vorname“ und „Nachname“ in den kommenden vier Wochen nach. Andernfalls sehen wir uns gezwungen, Ihren Account für die Kommentierung unserer Beiträge zu sperren. Die notwendigen Eintragungen bzw. Änderungen Ihrer persönlichen Daten können Sie nach dem Login unter http://www.handelsblatt.com/meinhandelsblatt/ unter dem Punkt „Benutzerdaten“ vornehmen.  Vielen Dank für Ihr Verständnis Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion

Herr Peer Kabus

03.02.2017, 18:13 Uhr

Welches "Gewicht" Meinungen haben, die nicht dem Weltbild der Zensoren entsprechen, habe ich einige Male - wenn auch nicht oft - zur Kenntnis genommen.

Da bleibt dann nur noch ein öffentlich geführter Meinungsaustausch mit dem Löschtrupp mit klarer Beweisführung zu der willkürlichen Löschung.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×