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07.06.2011

18:48 Uhr

Merkel besucht Obama

19 Schuss Salut für Freundin Angela

Obama und Merkel auf Schmusekurs. US-Präsident und Bundeskanzlerin mühen sich, dass angespannte Verhältnis aufzulockern. Auch beim Streitpunkt Libyen zeigen sich beide versöhnlich.

Eiszeit vorüber? Obama und Merkel bemühen sich um ein entspanntes Miteinander. Quelle: Reuters

Eiszeit vorüber? Obama und Merkel bemühen sich um ein entspanntes Miteinander.

Großer Auftakt einer Dienstreise: Mit militärischen Ehren und 19 Schuss Salut ist Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington empfangen worden. Tausende Gäste waren bei strahlendem Sommerwetter zu der Zeremonie auf dem Südrasen des Weißen Hauses gekommen. Zwar ließ US-Präsident Barack Obama verlauten, dass Streitthemen wie etwa Libyen nicht unter den Teppich gekehrt werden - doch bereits der herzliche Auftakt lässt auf eine Verbesserung der deutsch-amerikanischen Beziehungen schließen.

„Deutschland im Herzen Europas ist einer unserer stärksten Verbündeten und Kanzlerin Merkel ist einer meiner engsten globalen Partner“, sagte Obama. Das Verhältnis Deutschlands zu Amerika zeige: „Kriege können zu Ende gehen. Feinde können Verbündete werden. Mauern können fallen.“ „Herzlich Willkommen“, sagte Obama auf Deutsch. Merkel sagte: „Wir Deutsche wissen, dass wir in Amerika einen wahren Freund haben.“ Es gebe keinen besseren Partner für Deutschland und Europa als die Vereinigten Staaten. Merkel, die sich auch kurz auf Englisch äußerte, sprach von einem „überwältigenden Empfang“.

Höhepunkt der zweitägige Visite ist ein Staatsbankett (Mittwoch 01.30 Uhr MEZ). Dabei verleiht Obama ihr die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung in den USA. Merkel ist die erste europäische Regierungschefin, die von Obama so gewürdigt wird. Unter den Gästen bei der offiziellen Begrüßung auf dem South Lawn war auch der TV-Unterhalter Thomas Gottschalk. Merkel wird von fünf Ministern begleitet.

Merkel und Obama reden über Schuldenkrise

Video: Merkel und Obama reden über Schuldenkrise

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Das schwierigste Thema ist Libyen: Washington war über die Enthaltung Berlins im UN-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über einen Militäreinsatz irritiert. Allerdings dürfte es in Washington keine Änderung der deutschen Haltung geben. Beschlüsse oder eine Zusage zu militärischem Engagements Deutschlands für den Nato-Einsatz in Libyen wurden nicht erwartet. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit vermied Obama Kritik an Deutschland.

Auf eine entsprechende Reporterfrage sagte Obama am Dienstag, Deutschland habe zusätzliche Aufgaben in Afghanistan übernommen. Dadurch seien Kapazitäten für den Nato-Einsatz in Nordafrika frei geworden. Jedes Mitglied des Militärbündnisses „spielt eine andere Rolle“.

Der US-Präsident äußerte jedoch die Erwartung auf eine tatkräftige deutsche Rolle, wenn Muammar al-Gaddafi einmal von der Macht verschwunden sein
wird. Dann werde es „eine Menge Arbeit geben“, sagte Obama. Er hoffe dann auf die „volle und robuste Unterstützung“ durch Deutschland „bei einem breiten Aufgabenspektrum“. In Washington hatte unlängst die deutsche Enthaltung zur Libyenresolution im UN-Sicherheitsrat Irritationen ausgelöst.

Kommentare (8)

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wtf

07.06.2011, 19:20 Uhr

...der 9. Schuss ging sauber durch die Stirn.

Uebelst

07.06.2011, 19:44 Uhr

Wenn ich dieses Duo sehe wird mir schlecht......

Account gelöscht!

07.06.2011, 19:47 Uhr

einer schwarzer und eine frau und wir brauchen die frauenquote... ja klar

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