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29.10.2015

06:42 Uhr

Merkel in China

15,5-Milliarden-Auftrag für Airbus

Quelle:dpa

Deutschland und China wollen bei der Lösung internationaler Krisen kooperieren – vor allem im Syrien-Konflikt. Kanzlerin Merkel freute sich in Peking aber auch über weitreichende Wirtschaftsabkommen in Milliardenhöhe.

Mega-Auftrag für Airbus

Merkel freut sich über Milliarden-Deal in Peking

Mega-Auftrag für Airbus: Merkel freut sich über Milliarden-Deal in Peking

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PekingChina und Deutschland wollen bei einer politischen Lösung der Syrienkrise eng zusammenarbeiten. Beim Besuch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Peking hob Chinas Regierungschef Li Keqiang hervor, dass auch die Vereinten Nationen „ein guter Weg“ für eine Lösung des Konflikts seien.

Er versprach mehr humanitäre chinesische Hilfe für die Länder in der Region, die viele Flüchtlinge unterbringen und versorgen müssen. Bei den anschließenden Gesprächen soll es angesichts der Umbruchphase in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt auch um die Vertiefung der traditionell guten deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen gehen. Peking erwartet Unterstützung bei Strukturwandel und Modernisierung.

Das langsamere Wachstum Chinas bereitet vor allem den deutschen Auto- und Maschinenherstellern Sorgen. Merkel wird von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet - darunter auch der neue VW-Chef Matthias Müller. Er dürfte mit seinen Gesprächspartnern auch über den VW-Abgasskandal sprechen.

Beim Besuch der Kanzlerin sind am Donnerstag weitreichende Wirtschaftsabkommen in zweistelliger Milliardenhöhe unterzeichnet worden. Airbus vereinbarte die Lieferung von insgesamt 130 Flugzeugen mit einem Listenpreis von 17 Milliarden US-Dollar (15,5 Milliarden Euro), wie ein Firmenvertreter der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Es ist einer der größten Aufträge, die China bisher abgeschlossen hat.“ Es geht um 100 Maschinen vom Typ A320 und 30 weitere vom Typ A330.

Merkel in Peking: Was die Kanzlerin von China erwartet

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Zu den weiteren Vereinbarungen gehört unter anderem eine strategische Kooperation zwischen dem deutschen Maschinenbauunternehmen Voith und der chinesischen Drei-Schluchten-Gesellschaft, die den Staudamm am Jangtse-Strom gebaut hat.

Die Abkommen wurden in Gegenwart von Kanzlerin Merkel und Regierungschef Li Keqiang unterzeichnet. Der Umfang ist überraschend groß, da bei der Reise ursprünglich keine größeren Wirtschaftsvereinbarungen erwartet worden waren.

Deutschland ist der größte Handelspartner Chinas in Europa. Ein knappes Drittel aller Handelsströme Chinas mit der EU entfallen auf Deutschland. Umgekehrt ist das Reich der Mitte der wichtigste deutsche Handelspartner in Asien und der drittgrößte weltweit.

Kommentare (29)

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Herr Peter Delli

29.10.2015, 08:11 Uhr

Kanzlerin Merkel freute sich in Peking aber auch über weitreichende Wirtschaftsabkommen in zweistelliger Milliardenhöhe"
Das chinesische System ist dem merklischen sehr ähnlich, Frau Merkel würde
sich in China sehr wohl fühlen, wenn Sie dort bliebe. Europa könnte seine
Probleme lösen und aus dem geringen Schaden heraus, den Chinesen die
Flieger schenken. Eine win win Lösung also.

Herr Jürgen Dannenberg

29.10.2015, 08:39 Uhr

Der Airbus Auftrag entspricht in etwa die jetzigen Kosten nur allein der Merkel Flüchtlingspolitik. Sie agiert und reagiert unangefochten so wie Gott Vater.

Herr Fiedel Nilats

29.10.2015, 08:40 Uhr

Man darf beim Hndelsblatt nicht mehr alles kommentieren; die Auslese ist bezeichnend und
kommt doch sehr stark einerEinschränkung der Meinungsfreiheit nahe.

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