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02.05.2017

06:53 Uhr

Merkel in Russland

Deutsche Wirtschaft hofft auf Neuanfang

VonMathias Brüggmann

Trotz Sanktionen zieht der deutsch-russische Handel wieder an. Von Merkels erster Russland-Reise seit zwei Jahren erhoffen sich deutsche Unternehmen weiteren Rückenwind. Ost-Ausschuss-Chef Büchele drängt auf Wandel.

Merkel in Moskau

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Merkel in Moskau: n-tv_wirtschaft1_1705020742

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Berlin„Die Talsohle ist durchschritten, es geht wieder aufwärts.“ Wolfgang Büchele, der CEO des Stuttgarter Maschinenbauers M+W und Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, schaut wieder etwas optimistischer nach Osten. Und er weiß auch warum: Trotz der anhaltenden Sanktionen hat der deutsch-russische Handel im Januar und Februar gegenüber dem Vorjahr bereits wieder um 37 Prozent auf zehn Milliarden Euro zugelegt.

Für Büchele ist klar: „Die Sanktionen waren bekanntlich nur zum Teil für die Rezession in Russland verantwortlich. Der größere Teil geht auf den starken Ölpreisverfall und die erhebliche Abwertung des Rubels zurück.“ Nun hätten Ölpreis und Rubel wieder angezogen, somit die Kaufkraft – und die Importe.

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Angela Merkels Sotschi-Reise – erstmals seit zwei Jahren wieder zu Russlands Präsident Wladimir Putin – sieht der Chef des wichtigsten deutschen Wirtschaftsverbandes für Osteuropa sehr positiv: „Wir verbinden damit vor allem die Hoffnung, dass die Reise zum Auftakt für einen wieder intensiveren Dialog wird.

„Es ist Zeit, die ausgesetzten bilateralen und europäischen Dialogformate zu reaktivieren“, forderte er im Handelsblatt-Interview. „Eine Dauerkonfrontation kommt uns in Europa teuer zu stehen, beide Seiten brauchen einander zur Lösung fundamentaler europäischer und weltpolitischer Fragen“, sagte Büchele.

Doch der M+W-Chef, der schon für den deutschen Chemieriesen BASF, den mittlerweile einem chinesischen Investor gehörenden ungarischen Chemiekonzern BorsodChem, die finnische Chemiefirma Kemira und als CEO des Gasherstellers Linde Russland-Erfahrung gesammelt hat, sieht die Entwicklung des östlichen Riesenreichs zwiespältig.

Einerseits sei es Russland gelungen, wieder steigende Auslandsinvestitionen einzuwerben: Vor allem, weil die russische Regierung massiv auf Produktion vor Ort – sogenannte Lokalisierung – dränge, wenn große Produzenten ihre Waren auch zwischen Kaliningrad und Kamtschatka absetzen wollten. Andererseits würden viele Firmen angesichts der niedrigen Lohnkosten infolge von Rubelabsturz und Ölpreisverfall Russland auch Basis zum Export ihrer dort gefertigten Produkte in Drittstaaten nutzen.

Kommentare (7)

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Frau ke Schludewig

02.05.2017, 08:13 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Tai Samsung

02.05.2017, 08:32 Uhr

Baden-Baden und einige andere Regionen in Deutschelande dürften mit seiner Gefolgschaft schon lange kein Problem haben. Lediglich die Bewohner bzw. Viele Anwohner.

Deutland oh kommen doch all.

Herr Günther Schemutat

02.05.2017, 08:48 Uhr

Wer den jetzigen Deutschen Politikern die Welt überlässt, der wird sehen wie schnell
die Kriegsgefahr steigen wird. Das Gabriel ein gestörtes Verhältnis zu Israel aufgebaut hat und dabei sich immer hinter Deutschland versteckt, ist nichts gegen Merkel. Die hat in Saudi Arabien zwar Todesstrafe ,Inhaftierungen von Regime Gegner und eine Beendigung des Krieges im Jemen gefordert , aber die Araber wissen, es ist Wahlkampf und Merkel hat ihre Aussagen gleich selbst wieder in die Tonne getreten.

Für sie ist Saudi Arabien ein wichtiger Handelspartner. Deutsche Soldaten bilden
jetzt Saudis im Kampf aus, damit sie noch besser töten können und Waffen werden natürlich auch geliefert . Das die Saudis immer über Deutschland informiert sind,
ist jedem klar. Sie haben wie die Türken ihre Schulen und Moscheen zu Geheimdienstzentralen ausgebaut. Für die Dittib Moscheen gibt es jetzt wieder Millionen Steuergeld , darum lachen alle über Merkel,Gabriel und ihre Werte Aussagen, die nichts Wert sind.


Nun kommt Russland dran und Putin freut sich schon auf nichts. Auch hier wird Merkel nichts erreichen. Putin weis , dass ein land wie Deutschland mit 180 Nationen die teilweise sich mehr oder weniger hassen , keine Rolle in der Weltpolitik spielen kann. Ist man gegen die Russen, gehen die Deutsch Russen auf die Strasse
und protestieren gegen Merkel. Ist Merkel gegen Erdogan ,gehen 30000 Tausend Türken und mehr auf die Strassen für Erdogan. Dann Israel und und und.

Die beiden Weltpolitiker Merkel und Gabriel sind mittlerweile da, wo wir eigentlich keine Politiker sehen wollen. Im Größenwahn Himmel.

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