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10.12.2015

17:02 Uhr

Merkels Flüchtlingspolitik

Trump prophezeit „totales Desaster“

Angela Merkel stürzt Europa ins Unglück – glaubt man US-Milliardär Donald Trump. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber attackiert die Kanzlerin für ihre Flüchtlingspolitik und prophezeit ein „totales Desaster“.

Im Wahlkampf fällt der US-Milliardär Donald Trump immer wieder mit beleidigenden und fremdenfeindlichen Äußerungen auf. ap

Pöbelkandidat

Im Wahlkampf fällt der US-Milliardär Donald Trump immer wieder mit beleidigenden und fremdenfeindlichen Äußerungen auf.

WashingtonDer republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf kritisiert. „Deutschland hat gerade viele Probleme, darunter eine nie dagewesene Kriminalität“, sagte Trump am Donnerstag dem Nachrichtensender „Fox News“ und prophezeite ein „totales Desaster“. Zwar müsse den Flüchtlingen geholfen werden. „Wir sollten aber Schutzzonen in Syrien schaffen und nicht ganz Europa zerstören“, erklärte Trump. Europa erlebe nun Probleme, die der Kontinent seit „einer Million Jahre“ nicht gesehen habe.

Vor diesem Hintergrund kritisierte Trump erneut, dass Merkel vom US-Magazin „Time“ als „Persönlichkeit des Jahres“ ausgezeichnet wurde. „Ich glaube, sie haben die Person ausgewählt, die Deutschland wirklich enormen Schaden zugefügt hat“, sagte er. Außerdem trage Deutschland mit der Flüchtlingspolitik Verantwortung für „viele der Probleme“, die es in Europa gebe.

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Das US-Magazin „Time“ kürt seit 1927 die Persönlichkeit, die in den Augen der Redaktion das Weltgeschehen des Jahres besonders beeinflusst hat. Merkel erhielt den Titel am Mittwoch für ihrer Rolle als unverzichtbare Krisenmanagerin in der Europäischen Union. Vor allem im griechischen Schuldendrama und beim Umgang mit dem historischen Flüchtlingsandrang habe sie Führungsstärke bewiesen. Auf seiner Titelseite bezeichnete das Magazin Merkel als „Kanzlerin der freien Welt“.

Trump landete in der „Times“-Liste auf dem dritten Platz. Der Milliardär liegt in den Umfragen zur republikanischen Präsidentschaftskandidatur seit Monaten an der Spitze und sorgt immer wieder mit beleidigenden und fremdenfeindlichen Äußerungen für Empörung. Zuletzt forderte er einen vollständigen Einreisestopp für Muslime in die USA.

Von

afp

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