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14.07.2012

10:24 Uhr

Mexiko

Gewinner Nieto soll die Wahlen gefälscht haben

Der mexikanische Wahlgewinner Enrique Peña Nieto soll seinen Sieg mit Stimmen gekauft haben. Das wirft ihm sein Gegner López Obrador vor. Auch viele Bürger halten einen Wahlbetrug für möglich.

Enrique Peña Nieto soll bei den Wahlen in Mexiko betrogen haben. AFP

Enrique Peña Nieto soll bei den Wahlen in Mexiko betrogen haben.

Mexiko-StadtDie Regierungen weltweit haben dem Sieger der Präsidentenwahlen in Mexiko gratuliert. Der 45-jährige Enrique Peña Nieto von der alten Staatspartei PRI ließ sich feiern - an der Seite seiner schönen Frau, der Schauspielerin Angelica Rivera. Aber der Weg des Paares in den Präsidentenpalast ist noch nicht ganz frei. Denn der unterlegene Widersacher, Andrés Manuel López Obrador (58), Kandidat der linken Partei PRD, kämpft gegen das Wahlergebnis. Er will den Urnengang für ungültig erklären lassen. Die Vorwürfe gegen die PRI lauten: Wahlbetrug, Stimmenkauf, Verfassungsverletzungen.

„Ich habe die Beweise“, behauptete López Obrador am Donnerstagabend, nachdem seine Leute kistenweise angebliches Beweismaterial bei der Wahlbehörde abgeliefert hatten. „Der Wahlprozess war nicht frei. Man hat Millionen von Stimmen gekauft und manipuliert.“ Der Vorsitzende der Siegerpartei (PRI), Pedro Coldwell, kommentierte das Vorhaben López Obradors mit den Worten: „Das einzige Problem dieser Wahl war, dass es jemanden gab, der nachweislich und wiederholt ein schlechter Verlierer ist.“

Kommentar: Mexikaner wählen die Vergangenheit

Kommentar

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Mexiko ist ein Schwellenland, das den Sprung nach oben noch nicht geschafft hat. Die Gründe: ein blutiger Drogenkrieg, lahmendes BIP-Wachstum und ineffiziente Staatsunternehmen. Nun soll es ausgerechnet die PRI richten.

Schon, als am Tag nach der Wahl vom 1. Juli die Resultate vorlagen, wonach Peña Nieto 38 Prozent und er selbst 32 Prozent der Stimmen erreicht hatte, sprach der Unterlegene von einer „schmutzigen und ungleichen“ Wahl. Der frühere Bürgermeister von Mexiko-Stadt kündigte an, er werde die Wahl mit allen gesetzlichen Mitteln anfechten.

Tatsächlich erreichte er die Neuauszählung von mehr als der Hälfte der Wahlurnen. Und als die Ergebnisse sich nicht zu seinen Gunsten verschoben, ging López Obrador erneut in die Offensive. Sein Hauptvorwurf: Die PPI habe fünf Millionen Stimmen gekauft. Und ihn damit um den Sieg gebracht.

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