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03.07.2012

04:21 Uhr

Mexiko

Linkspolitiker López Obrador will Wahlen anfechten

Millionen Mexikaner haben Enrique Peña Nieto zu ihrem Präsidenten gewählt. Einer will dessen Sieg nicht anerkennen: Der unterlegene Kandidat der Linken, Andrés Manuel López Obrador.

Neue Führung: Peña Nieto wird neuer Präsident Mexikos

Neue Führung

Peña Nieto neuer Präsident Mexikos

Der PRI-Kandidat liegt mit 40 Prozent der Stimmen bei den Wahlen in Mexiko in Führung.

Mexiko-StadtDer Kandidat der mexikanischen Linken, Andrés Manuel López Obrador, will das Ergebnis der Präsidentenwahlen vom Sonntag anfechten. Vor der Presse sagte er am Montag, die Wahl, bei der er dem Kandidaten der Partei der Institutionalisierten Revolution, Enrique Peña Nieto, klar unterlag, sei „schmutzig, ungleich und voller Unregelmäßigkeiten“ gewesen.

Pena Nieto gewinnt Präsidentenwahl

Video: Pena Nieto gewinnt Präsidentenwahl

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Nach Angaben der Nationalen Wahlbehörde IFE kam Peña Nieto nach Auszählung von 97 Prozent der Wahllokale auf 38,08 Prozent der Stimmen. Er siegte damit klar vor López Obrador, für den 31,7 der Wähler stimmten.

„Wir haben mit klarem Vorsprung gewonnen“, behauptete López Obrador dagegen. „Wir können ein betrügerisches Ergebnis nicht anerkennen.“ Der Kandidat eines Bündnisses aus drei linksorientierten Parteien - der Partei der Demokratischen Revolution, der Partei der Arbeit und der Bürgerbewegung - kündigte an, Klagen bei der Wahlbehörde IFE einzureichen.

Er führte unter anderem an, dass es bei der Wahl mehrere Verfassungsbrüche gegeben habe. So habe die Gegenseite im großen Stil Stimmen gekauft. Schon am Wahlabend hatte López Obrador angekündigt, bis zum Ende der Auszählung abwarten zu wollen, nachdem die übrigen Bewerber den Sieg Peña Nietos anerkannt hatten.

Der Kandidat der mexikanischen Linken Andres Manuel Lopez Obrador. dapd

Der Kandidat der mexikanischen Linken Andres Manuel Lopez Obrador.

Bereits vor sechs Jahren hatte der aus Tabasco stammende Politiker und ehemalige Bürgermeister von Mexiko-Stadt seine knappe Niederlage gegen den gegenwärtigen Präsidenten Felipe Calderón wegen angeblichen Wahlbetrugs nicht anerkannt. Er ließ seinerzeit das Zentrum der Hauptstadt monatelang von einem Zeltlager seiner Anhänger blockieren und löste damit eine schwere Krise aus.

Von

dpa

Kommentare (1)

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TeutoMexikaner

03.07.2012, 05:05 Uhr

Als ein Deutscher in Mexiko mit einem politischen Kopf stellt sich mir die Situation laengst nicht so klar dar, wie es dem Artikel entspricht. Nicht nur die Linken, sondern auch die konservative PAN sprach noch Samstag, einen Tag vor der Wahl, von 15000 Wahlbezirken, in denen 'Unregelmaessigkeiten' (insb. Stimmenkauf von Seiten der PRI Peña Nietos) festgestellt wurden. Und wie sauber die Wahl vor 6 Jahren lief ist hier im Land hoechst umstritten. Ich bitte um etwas mehr Objektivitaet.

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