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05.09.2012

08:10 Uhr

Michelle Obama

Obamas Wunderwaffe

VonNils Rüdel

Warum hat es Barack Obama verdient, trotz zweifelhafter Bilanz wiedergewählt zu werden? Ehefrau Michelle erklärte es den Amerikanern am Abend. In einer Rede, über die man noch sprechen wird.

Die Rede der First Lady

Video: Die Rede der First Lady

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CharlotteMichelle Obama war etwa bei drei Vierteln ihrer Rede angelangt, als klar wurde: Sie hat funktioniert. „Yes, we can!“, brach es augenscheinlich spontan aus den Zuhörern im Saal heraus – ein Satz, der so auf großer Bühne schon lange nicht mehr zu hören war.

Die First Lady dürfte am Dienstagabend eines ihrer wichtigsten Ziele erreicht haben: Die ermüdete Parteibasis und die zweifelden Millionen vor dem Fernseher an die Magie von 2008 zu erinnern, als ihr Mann zum ersten Mal für das Amt des US-Präsidenten kandidierte. „Barack ist immer noch derselbe“, rief sie mehrfach ins jubelnde Publikum.

Die Rede der 48-Jährigen war der erste Höhepunkt der dreitägigen Convention der Demokraten in Charlotte, North Carolina. Und wie vergangene Woche bei den Republikanern auch schon Ann Romney, die Ehefrau des Obama-Herausforderers, hat Michelle Obama geliefert. Dabei hatte sie es deutlich schwerer: Ann Romney musste ihren bei vielen noch unbekannten Mann vorstellen und etwas menschlicher machen. Michelle Obama aber musste erklären, warum die Amerikaner Barack, den sie ja schon kennen, noch einmal wählen sollten.  

Liveblog: Parteitag: Obamas Plädoyer für eine zweite Amtszeit

Liveblog: Parteitag

Obamas Plädoyer für eine zweite Amtszeit

Die Nominierung Barack Obamas zum Kandidaten der Demokraten war Formsache. Aber der Präsident und sein Team mussten Fans und Skeptiker überzeugen, die Wiederwahl verdient zu haben. Reden, Dokumente und Einschätzungen.

Was herauskam, war eine Ansprache für die Best-of-Sendungen bei künftigen Wahlparteitagen. Die populäre First Lady bewies, dass sie für den Präsidenten noch immer die effektivste und wichtigste Wunderwaffe beim Projekt Wiederwahl ist.

Mit Parteitags-üblichem Pathos - und am Ende gerührt von ihren eigenen Worten - griff Michelle Obama die Zweifel und Enttäuschung auf, die Barack nach vier Jahren Amtszeit bei seinen Anhängern und den Wählern hinterlassen hat. Seht her, er ist noch immer einer von euch!, war ihre Botschaft. „Barack weiß, was der amerikanische Traum ist, weil er ihn selbst gelebt hat“, sagte Obama. „Und er will, dass das jeder kann“. 

Der Zeitplan bis zu den US-Präsidentschaftswahlen

Parteitage

Vom 27. bis 30. August fand die Parteiversammlung der Republikaner in Tampa (Florida) statt. Noch bis zum 6. September, haben sich die Demokraten in Charlotte (North Carolina) versammelt. Dabei wird Präsident Obama offiziell zum Kandidaten bestimmt.

Schlussphase

3. Oktober: Erste von drei TV-Debatten der Kandidaten - 11. Oktober: TV-Debatte der Kandidaten als Vizepräsident - 6. November: Präsidentschaftswahl, außerdem US-Kongresswahlen - 20. Januar 2013: Vereidigung des neuen US-Präsidenten

Präsidentenwahl Teil 1

Am Dienstag nach dem ersten Montag im November (diesmal der 6.) wird endlich gewählt. Dann strömen die Amerikaner zu den Wahlurnen um ihre Wahlmänner zu bestimmen.

Präsidentenwahl Teil 2

Am Montag nach dem zweiten Mittwoch im Dezember (diesmal der 17.) schreiten die Wahlmänner zur finalen Abstimmung. Sie wählen in ihrem jeweiligen Bundesstaat einen der beiden Kandidaten.

Auszählung und Vereidigung

Am 6. Januar 2013 werden die abgegebenen Stimmen gezählt, indem der Präsident des Senats die vorliest. Der Sieger der Wahl und somit der neue Präsident der USA wird am 20. Januar 2013 in Washington vereidigt.

Die gelernte Anwältin erzählte, wie beide es aus einfachen Verhältnissen dank Ermutigung durch die Eltern und staatlicher Kredite bis ganz nach oben geschafft hätten. „Wir waren so jung, so verliebt, und so verschuldet“, sagte Obama. Sie verglich ihren Mann mit ihrem Vater, der trotz schwerer Krankheit stets fleißig arbeiten gegangen sei und für seine Kinder Geld zurückgelegt habe. Sie erwähnte Baracks rostiges Auto und den Kaffeetisch vom Müll, auf den er so stolz gewesen sei. Und die Abende am Esstisch, wenn Barack mit seinen Töchtern über ihre Sorgen in der Highschool spreche. Auch heute noch, als viel beschäftigter Präsident.

Kommentare (10)

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Luxusliebhaber

05.09.2012, 08:39 Uhr

Die Beschränkheit der US-Amerikaner ist ja nun hinlänglich bekannt, so man vor keiner Überraschungen gefeit ist, aber bei der Wahl zum Präsidenten setze ich nicht auf Barack Obama, Michelle Obama, Ann Romney oder den völlig unblaubwürdigen Mitch Romney.

Ich setze auf die Tea-Party.

Diese absoluten geistigen Tiefflieger haben das Zeug, jeden halbwegs normalen Wahlberechtigten in den USA davon abzuhalten, republikanisch zu wählen. Für mich ist die Tea-Party die Geheimwaffe von Barack Obama und eine Garantie für seine Wiederwahl.

observer

05.09.2012, 10:10 Uhr

Mit Killerdrohnen ist ein Krieg kein Krieg

Eine amerikanische Drohne die mutmassliche Mitglieder der Al-CIAda in Jemen ausschalten sollte, hat 13 Zivilisten getötet, einschliesslich drei Frauen. Es handelt sich um das neueste ungesühnte Kriegsverbrechen der Obama-Regierung mit Killerdrohen, welches hauptsächlich Unschuldige aus heiterem Himmel trifft.


Frage der Ehefrau: "Na Schatz, wie war dein Arbeitstag?" Er antwortet: "Ach ganz gut. Hab in Jemen in eine Gruppe reingeschossen und dabei 13 Terroristen getötet. Du hättest sehen sollen wie die Rakete dort reingeknallt ist. Die haben gar nichts gemerkt wie ich über sie kreiste bis sie zerfetzt wurden. Echt geil! Reich mir ein Bier und was gibt’s zu Essen?"

Tatsächlich hat dieser Soldat wieder einen Massenmord begangen. Das ist sein Beruf. Der "Kollateralschaden" wird als notwendiges Übel der amerikanischen Bevölkerung verkauft, denn schliesslich geht es um das höhere Ziel, den "Krieg gegen den Terror" und wenn wir sie nicht dort bekämpfen, dann sind sie hier. Amerika ist wieder etwas sicherer geworden. Diese unverschämten Lügen erzählen sie dann. Das es sich in Wahrheit um ein Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit handelt, wird ausgeblendet und verschwiegen.

Account gelöscht!

05.09.2012, 10:45 Uhr

warum sollte barack wieder gewählt werden.
Er hat NICHTS bis auf seine allgemeine Krankenversicherung durchgesetzt.
Alle Versprechen von der Schliessung Guatanamo bis zur Regulierung der banken 2008 nicht gehalten.
Er hat mehr und nicht weniger für Militär und Rüstung ausgegeben und die Mörderdrohnen etabliert.

Er ist ein übeler Wall Street Präsident,noch nie waren soviele Goldman Sucks Typen im Oval Office.

Egal es ist immer die Wahl zwischen Pest(Reps) und Cholera(Demokraten)

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