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13.03.2018

20:45 Uhr

Pompep besuchte die Militärakademie West Point und studierte an der Eliteuniversität Harvard. Reuters

Mike Pompeo

Pompep besuchte die Militärakademie West Point und studierte an der Eliteuniversität Harvard.

Mike Pompeo

Waffenfreund und Russlandkritiker – das ist Trumps neuer Außenminister

CIA-Chef Mike Pompeo wird neuer US-Außenminister – ein erzkonservativer Hardliner aus Kansas, der Schattenkriege befürwortet und sich gegen Russland stellt.

Washington/DüsseldorfGut ein Jahr ist Mike Pompeo Chef des CIA – doch jetzt räumt er seinen Posten. Allerdings findet sich sein Name nicht auf der immer länger werdenden Liste der gefeuerten Trump-Mitarbeiter wieder. Im Gegenteil: Pompeo steigt zum US-Außenminister auf.

Damit folgt der derzeitige CIA-Direktor auf Rex Tillerson, den US-Präsident Donald Trump am Dienstag entlassen hatte. Pompeo „wird einen fantastischen Job machen“, twitterte Trump.

Für Pompeo ist das Amt des Außenminister der vorläufige Höhepunkt einer zuletzt steilen politischen Karriere. Erst im Februar 2017 hatte ihn Trump kurz nach seiner Amtseinführung zum Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA ernannt – als Nachfolger von John Brennan.

Der studierte Jurist besuchte die Militärakademie West Point und studierte an der Eliteuniversität Harvard. 2010 wurde der Republikaner in den Kongress gewählt, wobei er von der Euphorie rund um die Tea-Party-Rebellion profitierte. Pompeo – ein Waffenfreund, der lebenslanges Mitglied der Waffenlobby NRA ist – gilt als tiefreligiös und steht der erzkonservativen Bewegung nah.

Von allen Spitzen des US-Geheimdienstapparates wird er als derjenige mit der bei weitem größten Loyalität zu Trump beschrieben. Wiederholt hat er Trump gegen Kritik verteidigt. Berichten zufolge hat er den Präsidenten vor allem in den regelmäßigen Sicherheitsbriefings für sich eingenommen.

Der Hardliner aus Kansas gilt als Verfechter der Schattenkriege, die die USA im Nahen Osten und Afrika führen. Dort kämpft die Armee gegen Terroristen und verfeindete Regime, kommandieren amerikanische Soldaten Todesdrohnen, bilden sie Truppen aus und bewaffnen Rebellenarmeen.

Pompeo unterstützt diese Form des verdeckt geführten Kriegs. Wie Trump betrachtet er den Antiterrorkampf als zivilisatorischen Konflikt zwischen Okzident und Orient. „Einen solchen Kampf hat dieses Land seit den Weltkriegen nicht mehr führen müssen“, sagte er 2015.

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Anders als Trump sieht Pompeo Russland allerdings nicht als natürlichen Bündnispartner. Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, brachte am Dienstag deshalb die Hoffnung zum Ausdruck, Pompeo werde als US-Außenminister ein neues Kapitel in der Russland-Politik der Trump-Regierung aufschlagen. Die US-Demokraten wünschen sich eine härtere Gangart gegenüber Russland und dessen Präsidenten Wladimir Putin.

Auch Trumps Begeisterung für Folter teilt der designierte Außenminister nicht. Zwar hat er Methoden wie Waterboarding in der Vergangenheit verteidigt. Doch bei einer Anhörung im Senat versicherte er der demokratischen Senatorin Dianne Feinstein vor seiner Ernennung zum CIA-Chef: „Ich werde mich immer an das Recht halten.“

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Kommentare (1)

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Frau Ursula Neumann

14.03.2018, 08:18 Uhr

Wenn der Herr tatsächlich Russlandkritiker ist - dann wird er nicht lange Außenminister bleiben. Putin ist doch Donalds Freund - da ist er anderer Meinung. Und das reicht bei Trump doch schon für eine Entlassung.

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