Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.08.2012

22:01 Uhr

Militäraktion

Ägypten greift Islamisten auf dem Sinai an

Nach dem Überfall auf Grenzpolizisten ist Ägyptens neuer Präsident Mohammed Mursi zum Handeln gezwungen. Er ging mit einer Militäraktion gegen Islamisten auf der Halbinsel Sinai vor und zog personelle Konsequenzen.

Spannungen auf dem Sinai

Ägyptische Armee tötet Angreifer

Spannungen auf dem Sinai: Ägyptische Armee tötet Angreifer

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Al-Arisch/KairoÄgyptens Militär hat den bewaffneten Extremisten auf der Halbinsel Sinai den Krieg erklärt. Kampfflugzeuge bombardierten am Mittwoch die Verstecke der Militanten und töteten nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehr als 30 von ihnen.

Soldaten seien in das Dorf Al-Tuma nahe der Stadt Scheich Suwaid eingerückt, sagte ein Kommandeur der Nachrichtenagentur Reuters. Bei der Aktion seien auch drei gepanzerte Fahrzeuge der Milizionäre zerstört worden. Dem Militär hätten Informationen vorgelegen, wonach sich in der Gegend islamistische Milizen aufhielten.

Nach den Angriffen zog die ägyptische Führung auch personelle Konsequenzen im Sicherheitsapparat. Präsident Mohammed Mursi entließ den Geheimdienstchef Murad Mufawi. Zum neuen Leiter ernannte er Mohammed Schehata, wie ein Sprecher des Präsidenten sagte. Auch der Gouverneur der Provinz Nord-Sinai, Abdel Wahab Mabruk, musste seinen Hut nehmen.

Den Luftangriffen waren in der Nacht zuvor neue bewaffnete Attacken der Extremisten auf insgesamt fünf Militär- und Polizeikontrollpunkte nahe der Grenze zu Israel und zum palästinensischen Gazastreifen vorausgegangen. Dabei waren mehrere Sicherheitsbeamte verletzt worden.

Es handelt sich um den schwerwiegendsten bewaffneten Konflikt in Ägypten seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Husni Mubarak im Februar 2011. Im Inneren und im Norden des Sinai herrscht ein Sicherheitsvakuum, das sich seit dem Mubarak-Sturz noch verstärkte.

Die Militäraktion ist eine der größten, seit der Friedensvertrag mit Israel von 1979 der Armee strenge Grenzen bei Truppenbewegungen auf der Halbinsel setzte. Die Stadt Scheich Suwaid liegt nur zehn Kilometer vom Gazastreifen entfernt.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

08.08.2012, 20:01 Uhr

Nun stellt sich die frage , hat dieser neue Präsident seine "Schäfchen "unter Kontrolle , wenn ja , wie lange noch ?
Die Muslimbrüder fordern seit langem die Überprüfung des Friedensvertrages mit Israel , sind das die ersten folgen von voreiligen Extremisten die den Friedensvertrag schon aufgehoben sehen ?
Israel sollte sich das sehr genau ansehen , im zweifel (wenn das Hoheitsgebiet Israels verletzt wird)ohne Zurückhaltung und entschlossen muss unverzüglich eingeschritten werden !
Es darf keine zweifel an der Israelischen Entschlossenheit geben,jeden Angriff von Extremisten und sei er noch so nichtig unverzüglich zu unterbinden !!!

Account gelöscht!

08.08.2012, 23:39 Uhr

Diese Islamisten sind aber auch widerspenstig, dabei wollen wir doch nur, dass sich sie unterordnen - naja, und ihr Öl natürlich.

Account gelöscht!

09.08.2012, 06:36 Uhr

Wir wollen das sie ihre Nachbarn in ruhe lassen , ist das wirklich zuviel verlangt ?
Öl ? Welches Öl ? Ägypten hat kein Geld um die elementarsten Sozialabsicherungen zu realisieren , wenn sie Öl hätten und es fördern könnten hätten sie diese Probleme nicht !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×