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21.10.2015

01:19 Uhr

Militärbasis in der Arktis

Russland schickt Soldaten in die Eiswüste

Erst stecken sie eine Fahne in den Meeresboden, nun eröffnen sie eine gigantische Militärbasis: Russland erhebt einen Anspruch auf das Gebiet um den Nordpol - und hat Fakten geschaffen.

Naturschützer machen sich Sorgen um die Arktis. Russland will unterdessen die rohstoffreiche Gegend um den Nordpol für sich beanspruchen. (Foto: Greenpeace dpa) dpa

Eisbär in der Arktis

Naturschützer machen sich Sorgen um die Arktis. Russland will unterdessen die rohstoffreiche Gegend um den Nordpol für sich beanspruchen. (Foto: Greenpeace dpa)

MoskauRussland hat in der Arktis eine riesige Militärbasis gebaut, in der nach Angaben der Regierung 150 Soldaten eineinhalb Jahre lang autonom leben können.

Das Verteidigungsministerium gab am Dienstag in Moskau bekannt, dass der Komplex auf der Insel Alexandraland auf dem Archipel Franz-Josef-Land zu 97 Prozent fertiggestellt sei. Die "Arktisches Kleeblatt" getaufte Militärbasis wurde mit den russischen Farben rot, weiß und blau versehen und ist 14.000 Quadratmeter groß.

Russland baut seine militärische Präsenz in der Arktis derzeit aus. Dies ist Folge einer erneuerten Militärdoktrin, in der die Region als von höchster Priorität eingestuft wurde. Hintergrund sind die reichen Rohstoffvorkommen dort und die strategische Position. Eine ähnliche Militärbasis hatte Russland bereits südlicher auf der Insel Kotelny gebaut.

Erst im August hatte Moskau in einem Schreiben an die Uno seinen Anspruch auf rohstoffreiche Gebiete rund um den Nordpol untermauert. Dabei forderte Russland die Hoheitsrechte über eine Fläche von 1,2 Millionen Quadratkilometern in der Arktis. Das von Russland beanspruchte Gebiet umfasst auch den Nordpol und würde Moskau nach eigenen Angaben den Zugang zu 4,9 Milliarden Tonnen fossiler Brennstoffe verschaffen.

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Wegen der in der Arktis vermuteten Öl- und Gasvorkommen melden auch die vier anderen Anrainerstaaten der Arktis - die USA, Dänemark, Norwegen und Kanada - Gebietsansprüche in der entlegenen Region an. Das voranschreitende Abschmelzen des Packeises macht die Region auch für den Frachtverkehr zwischen Atlantik und Pazifik zunehmend attraktiv.

Von

afp

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