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30.04.2014

09:20 Uhr

Militärbeobachter

Putin stellt Geiselfreilassung in Aussicht

Hoffnung für die westlichen Militärbeobachter in Händen ukrainischer Separatisten: Präsident Putin stellt eine friedliche Lösung des Konflikts in Aussicht.

Gewaltbereit: Die pro-russischen Geiselnehmer der westlichen Militärbeobachter. dpa

Gewaltbereit: Die pro-russischen Geiselnehmer der westlichen Militärbeobachter.

Kiew/MinskDer russische Präsident Wladimir Putin hat die Hoffnung geäußert, dass die von Separatisten in der Ostukraine festgehaltenen Militärbeobachter freikommen. Er setze darauf, dass die Ausländer die Region ungehindert verlassen können, sagte Putin am Dienstagabend nach Angaben der Agentur Interfax in Minsk. Moskau hat wiederholt betont, keinen Einfluss auf die prorussischen Separatisten zu haben. Unter den Geiseln sind auch vier Deutsche.

Der Kremlchef kritisierte die ukrainische Regierung dafür, dass sie die westlichen Militärs ins Land geholt habe. Darüber habe er auch bei seinem Treffen mit Altkanzler Gerhard Schröder am Montag in St. Petersburg gesprochen, betonte Putin.

Der selbst ernannte Bürgermeister der ostukrainischen Stadt Slawjansk stellte eine baldige Freilassung der westlichen Militärbeobachter in Aussicht. „Es sieht danach aus, dass es eine baldige Freilassung geben kann, ohne einen Geiselaustausch. Wir haben mit der OSZE ein Abkommen, noch keine weiteren Details zu nennen“, sagte der Separatisten-Anführer Wjatscheslaw Ponomarjow der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). Kurz zuvor hatte Ponomarjow noch der russischen Agentur Interfax gesagt, es gebe bisher keine Entscheidung über das Schicksal der Geiseln.

Hochburgen prorussischer Milizen in der Ostukraine

Slawjansk

Die Industriestadt (110.000 Einwohner) in der Region Donezk.

Donezk

Die Hauptstadt der gleichnamigen Region (eine Million Einwohner) ist zugleich die Hauptstadt der von den Aktivisten ausgerufenen „Republik Donezk“. Das Gebäude der Regionalverwaltung wurde am 6. April besetzt, das Rathaus zehn Tage später.

Lugansk

Die Hauptstadt der Region Lugansk (400.000 Einwohner) wird von den Milizen auch als Hauptstadt der „Republik Lugansk“ bezeichnet. Die Geheimdienstzentrale ist seit dem 6. April besetzt, am 29. April stürmten prorussische Demonstranten zudem das Gebäude der Regionalverwaltung.

Kramatorsk

In der Nachbarstadt von Slawjansk (160.000 Einwohner) besetzten Aktivisten am 12. April erstmals das Rathaus. Auch ein Gebäude des Geheimdienstes ist in ihrer Gewalt. Ein ukrainischer Militärstützpunkt in der Nähe ist jedoch weiterhin unter Kontrolle ukrainischer Soldaten.

Weitere Städte

In diesen Städten sind die Rathäuser besetzt: Gorliwka (260.000 Einwohner), Makijiwka (360.000 Einwohner), Artemiwsk (78.000 Einwohner), Jenakijewe (85.000 Einwohner), Charzysk (60.000 Einwohner), Schdaniwka (14.000 Einwohner), Kirowsk (28.000 Einwohner), Tores (80.000 Einwohner), Kostjantyniwka (80.000 Einwohner)

Die Separatisten hatten die unbewaffneten Beobachter am vergangenen Freitag festgesetzt und mehrfach betont, mit der Gruppe inhaftierte Gesinnungsgenossen freipressen zu wollen. Der Separatistensprecher Igor Strelkow sagte dem russischen TV-Sender Rossija-24 am Dienstagabend: „Bisher gab es keinen Versuch der Regierung in Kiew, mit uns Verhandlungen über die Gefangenen zu beginnen.“

Die Nato sieht trotz Ankündigungen aus Moskau keine Hinweise auf einen russischen Truppenrückzug von der Grenze zur Ukraine. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte während eines Telefonats mit seinem US-Kollegen Chuck Hagel gesagt, die Truppen seien abgezogen worden. Grund dafür sei die Beteuerung aus Kiew gewesen, die ukrainische Armee „nicht gegen unbewaffnete Zivilisten“ im Osten des Landes einzusetzen.

Ein Nato-Diplomat sagte jedoch der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag, derzeit gebe es keine Informationen, „die auf einen Abzug russischer Truppen von der ukrainischen Grenze hindeuten“. Das Bündnis fordere Russland „weiterhin auf, gemäß der Vereinbarung von Genf zugunsten von Diplomatie und Dialog alle Truppen entlang der ukrainischen Grenze abzuziehen“. Die Nato hatte am 10. April Satellitenbilder aus dem Grenzgebiet veröffentlicht und von 35.000 bis 40.000 dort stationierten russischen Soldaten gesprochen.

Kommentare (6)

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30.04.2014, 09:40 Uhr

Zitat : Putin stellt Geiselfreilassung in Aussicht

- hat wohl Gas-Gerd ein Wörtchen für die "VERIRRTEN"! aus der Flinten-Uschi-Truppe beim Wladi eingelegt....?

Tja, mit den Russen sollte man nicht nur Telefonate vortäuschen....mit denen kann man auch reden.

Das weiß aber unsere Ossi-Murksel nicht !


.

Account gelöscht!

30.04.2014, 09:53 Uhr

Zitat : Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verteidigte dagegen die Strafmaßnahmen gegen die russische Führung. Russland habe kein Recht, sich in die Entscheidungen der Ukraine einzumischen, sagte sie bei einer Europawahlkampf-Veranstaltung in Bremerhaven. „Die Ukraine ist ein freies Land.“ Die Menschen dort müssten sich frei entscheiden können, wie sie leben wollten

- und deshalb schickt sie Militärs ( Bundeswehr ) in die Ukraine. In Begleitung der Junta !

Da wird der GRINSENDE GAS-Gerd wohl demnächst in TV-Sendungen erscheinen mit dem Spruch :

Na, wie hab ich das gemacht bei meiner Geburtstagsparty, das mit der Befreiung der VERIRRTEN....Ha...Ha....Ha....!

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30.04.2014, 10:04 Uhr

Warum sollte man Putin verteufeln ?? Wir brauchten 50 Jahre um eine stabile Freundschaft zu Russland aufzubauen als Deutsche. Jetzt alles vorbei ??

Wie gesagt geht es Deutschland nur gut, wenn es "frei" zwischen den Grossmächten "schwebt", also an keiner Seite "klebt". Das war immer die Kunst der Aussenpolitik kluger Aussenminister.

Aber heutzutage haben wir uns ja der Macht aus Brüssel verschrieben, wie einst Faust sich dem Teufel verschrieben hatte. "EU in Brüssel " ist eine Fehlkonstruktion - eine expandierende Machtübergabe Europas an die "Welt-Geld-Elite aus den Logen" dieser Welt.

"EU in Brüssel" will um jeden Preis die EINE-WELT-REGIERUNG, deren Kommission und erlassene Dekrete sie bestimmen wollen. Durch die Geld-Macht-Hebel, die überall Verschuldung und Krise innerhalb von Tagen "erzeugen können" gehen sie dahin immer weiter.

Momentan sind Türkei und Russland auf dem Speiseplan von "EU in Brüssel". Den Segen von Washington und Peking haben sie schon. Herr Chodorkowski als Putin-Kritiker sitzt schon in den Startlöchern und einen geeigneten Türkei-Ministerpräsidenten stellt Brüssel demnächst auf die Beine.

"Kruste von oben" frisst sich immer weiter durch die Regierungen der Welt, Krise, Neuwahl, "Aufrührer", "Aufstände", das sind die Rezepte dafür. Den Völkern wird eine letzte Unterschrift abgerungen unter den EU-Vertrag, dann werden sie aufgelöst.

"Demokratie" ist nur die offizielle Eintritts-Tür für "EU in Brüssel", weil sie alles hinter den Kulissen manipulieren und fernsteuern wollen. Puppen-Theater wie mit den Klitschkos.

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