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22.03.2011

12:14 Uhr

Militäreinsatz

Erster US-Kampfjet über Libyen abgestürzt

Die USA haben beim internationalen Militäreinsatz in Libyen einen ersten Verlust erlitten: Ein amerikanischer Kampfjet stürzte ab. Derweil streitet die Nato weiter über ihre Rolle in dem Konflikt.

Abgestürzt: Eine US-Maschine vom Typ F-15 E (Archivbild). Quelle: Reuters

Abgestürzt: Eine US-Maschine vom Typ F-15 E (Archivbild).

Washington/BrüsselDrei Tage nach Beginn ihres Militäreinsatzes in Libyen hat die internationale Allianz ihren ersten Kampfjet verloren. Die amerikanische Maschine vom Typ F-15 sei nach vorläufigen Erkenntnissen aber wohl nicht von feindlichem Feuer getroffen worden, sagte ein Sprecher des US-Afrikakommandos (Africom) in Stuttgart am Dienstag. Einer der beiden Piloten sei von den eigenen Streitkräften in Sicherheit gebracht worden. Der andere „ist dabei, geborgen zu werden“, sagte Africom-Sprecher Vince Crawley am späten Vormittag.

Ursache war nach Informationen der britischen Zeitung „Daily Telegraph“ ein technischer Defekt. Ein Korrespondent der Zeitung berichtete via Kurzmitteilungsdienst Twitter, möglicherweise sei es eine Bruchlandung gewesen. Das Wrack sei in einem Feld gefunden worden. Die libysche Oppositionszeitung „Brnieq“ meldete, das Kampfflugzeug sei in dem unbewohnten Gebiet Ghut Sultan südöstlich der Rebellenhochburg Bengasi im Osten des Landes abgestürzt.

Ungeachtet zunehmender Kritik geht der Westen derweil weiter massiv mit Luftangriffen gegen das Regime von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi vor. Der Einsatz der westlichen Allianz konzentrierte sich in der Nacht zum Dienstag vor allem auf Militärflughäfen und Stützpunkte der libyschen Marine. Dennoch setzten Gaddafis Truppen ihre Angriffe gegen die Rebellen mit unverminderter Härte fort.

Über die Angriffe in der Nacht sagte ein Sprecher der libyschen Regierung, die Bomben und Raketen der westlichen Koalition hätten Ziele in den Städten Tripolis, Al-Sawija, Misrata, Sirte und Sebha getroffen. „Es gab zahlreiche Opfer, darunter auch Zivilisten, vor allem auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Kardabija in Sirte.“ Der Flughafen in Sirte, 600 Kilometer östlich von Tripolis, wurde bislang häufig von Staatsgästen angeflogen, die Gaddafi in seiner Heimatstadt Sirte besuchten.

Bewohner der Hauptstadt Tripolis beobachteten, dass sich einige Bürger nach den Luftangriffen der vergangenen Nächte stärker als vorher mit dem Regime solidarisierten. Am Montagabend und in der Nacht war in der Stadt Luftabwehrfeuer der Regierungstruppen zu hören. Fernsehbilder zeigten, wie Salven von Leuchtspurmunition in den Himmel über der libyschen Hauptstadt geschossen wurden.

Gaddafis Truppen gingen unterdessen mit schwerer Artillerie im Stadtzentrum von Al-Sintan gegen Stellungen der Rebellen vor, meldete der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira. Auch aus Misrata wurden neue Gefechte gemeldet.

Kommentare (7)

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NATOabschaffen

22.03.2011, 13:07 Uhr

Es ist schon traurig mit anzusehen wie wenig man Gaddaffi schaden kann
Folge, da bekommt man ja Angst wenn man diese Stümper sieht
Die Nato ist ein Sauhaufen abschaffen
Neuformieren mit Frankreich und England als Führungsnatione.
Bundeswehr abschaffen und das Geld Jährlich an Frankreich und England für unsere Verteidigung senden.
Im Geiste Perverse, wie Merkel und Guido gehören entfernt!

Politiker

22.03.2011, 14:04 Uhr

Lügenpack :
http://www.google.de/images?hl=de&source=hp&q=sarkozy+gaddafi&gbv=2&aq=f&aqi=g1&aql=&oq=

Rheinschwimmer

22.03.2011, 14:43 Uhr

Man kann Herrn Westerwelle nur beglückwünschen sich an diesem zweifelhaften Unternehmen nicht beteiligt zu haben. Ohne den Einsatz von Bodentruppen ist dieser Krieg nicht zu gewinnen, was jedem Einsichtigen klar sein sollte und auch ist. Natürlich nicht dem Kriegspolitiker Joschka Fischer, der schon wieder anfängt seine abwegigen strategischen Kriegspielereien zu zelibrieren und damit dokumentiert, dass er nichts dazugelernt hat.

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