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27.12.2013

08:10 Uhr

Militärhilfe

USA liefern Irak Drohnen und Raketen

Die USA wollen den Irak beim „Kampf gegen den Terrorismus“ unterstützen, wie es im US-Außenministerium heißt. Zu diesem Zweck beliefern die USA die irakische Armee mit Raketen und Überwachungsdrohnen.

Eine Drohne des Typs ScanEagle: Für den Kampf gegen Aufständische stellen die USA dem Irak Raketen und Drohnen zur Verfügung. Reuters

Eine Drohne des Typs ScanEagle: Für den Kampf gegen Aufständische stellen die USA dem Irak Raketen und Drohnen zur Verfügung.

WashingtonDie USA beliefern die irakische Armee mit Raketen und Überwachungsdrohnen. Ein Vertreter des Außenministeriums in Washington bestätigte am Donnerstag einen Bericht der „New York Times“, wonach die Truppen im Irak bereits Luft-Boden-Raketen vom Typ Hellfire erhielten. Zehn Überwachungsdrohnen vom Typ ScanEagle sollen dem Bericht zufolge bis zum März ausgeliefert werden.

Wie die „NYT“ unter Berufung auf ranghohe Mitarbeiter der Regierung von US-Präsident Barack Obama berichtete, wurden in der vergangenen Woche 75 Hellfire-Raketen in den Irak geliefert. Der Außenamtsvertreter bestätigte, dass „kürzlich“ Raketen nach Bagdad geliefert worden seien, um die irakischen Behörden beim „Kampf gegen den Terrorismus“ zu unterstützen. Zur Anzahl der Raketen äußerte er sich nicht.

Der Außenamtsvertreter bestätigte auch, dass „in Kürze“ Drohnen vom Typ ScanEagle in den Irak geliefert werden sollen. Ein genaues Datum nannte er nicht.

Die Ausrüstung soll dem Zeitungsbericht zufolge der Bekämpfung Aufständischer dienen, insbesondere der Al-Kaida-nahen Organisation Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL). Die ISIL-Kämpfer werden für einen Großteil der zahlreichen Anschläge in den vergangenen Monaten verantwortlich gemacht.

Die US-Aufklärung entdeckte dem Bericht zufolge mehrere ISIL-Lager in der westlich gelegenen Wüstenregion al-Anbar nahe der Grenze zu Syrien. Dort hatte es zu Beginn der Woche Gefechte zwischen der irakischen Armee und den Aufständischen gegeben.

Das Bekanntwerden der US-Waffenlieferungen erfolgt rund zwei Monate nachdem Iraks Regierungschef Nuri al-Maliki in Washington um militärische Unterstützung gebeten hatte. Mehrere demokratische und republikanische Senatoren hatten das Ansinnen abgelehnt. Sie machten al-Maliki für die Welle der Gewalt im Irak mitverantwortlich.

Das Jahr 2013 war im Irak von einer besonders hohen Gewaltrate geprägt. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der Unmut der sunnitischen Bevölkerungsgruppe, die sich durch die von dem Schiiten al-Maliki geführte Regierung unterdrückt fühlt. Seit Jahresbeginn wurden im Irak nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mehr als 6700 Menschen getötet.

Von

afp

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