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13.12.2013

13:07 Uhr

Militärinterventionen

Paris fordert Finanzhilfe für Militäreinsatz

Der französische Präsident François Hollande will beim EU-Gipfel nächste Woche in Brüssel einen EU-Fonds zur Finanzierung von dringenden Militäreinsätzen wie den in der Zentralafrikanischen Republik vorschlagen.

Ein Konvoi der französischen Armee kommt in Bossangoa in der zentralafrikanischen Republik an. Französische Truppen haben in der Zentralafrikanischen Republik mit der Entwaffnung muslimischer Rebellen begonnen. dpa

Ein Konvoi der französischen Armee kommt in Bossangoa in der zentralafrikanischen Republik an. Französische Truppen haben in der Zentralafrikanischen Republik mit der Entwaffnung muslimischer Rebellen begonnen.

São PauloFrankreich hat einen EU-Fonds zur Finanzierung von dringenden Militäreinsätzen wie in der Zentralafrikanischen Republik gefordert. Dies will der französische Präsident François Hollande beim EU-Gipfel nächste Woche in Brüssel vorschlagen, wie er am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Besuch in Brasilien sagte. „Wir bräuchten einen ständigen europäischen Fond, nicht einen Fonds pro Einsatz“, sagte Hollande. Die EU beteiligt sich derzeit an den Kosten der afrikanischen multilateralen Truppe in der Zentralafrikanischen Republik, nicht aber am französischen Einsatz.

„Es geht nicht darum, dass wir die Streitkraft sind und dass wir bezahlt werden wollen, wir sind weder die Söldner noch die Polizisten Europas“, sagte Hollande. Europa tue viel, aber nur „punktuell“. Er plädierte daher für einen Fonds, der besteht, „wenn man noch nicht in einem Einsatz zur Friedenssicherung ist“, sagte er.

In der Zentralafrikanischen Republik sind derzeit 1600 französische Soldaten im Einsatz, die zusammen mit afrikanischen Truppen wieder Ruhe und Ordnung herstellen sollen. In dem Land herrschen Chaos und Gewalt, seit das mehrheitlich muslimische Rebellenbündnis Séléka im März Staatschef François Bozizé stürzte. Rebellenchef Michel Djotodia wurde Übergangspräsident und löste Séléka auf, die Gewalt hielt aber an.

Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian, der am Freitagmorgen zu einem Besuch in der Zentralafrikanischen Republik eintraf, warnte vor einer „humanitären Krise“. Er hob in der Hauptstadt Bangui hervor: „Die Spirale der Auseinandersetzung hat sich brutal beschleunigt, indem zur Sicherheitskrise die Anfänge einer humanitären Krise hinzukommen.“ Aus Angst vor Gewalttätigkeiten haben sich derzeit etwa 110.000 Menschen allein in Bangui in Lager geflüchtet.

Die Zentralafrikanische Republik sei ein "richtungsloses Land" mit dem Risiko der „Anarchie“, hob Le Drian vor französischen Soldaten weiter hervor. Die Entwicklung könnte die gesamte Region destabilisieren und „kriminelle und terroristische Gruppen“ anziehen. Als Auftrag für die französischen Soldaten bekräftigte er, dass die „Übergriffe, das konfessionelle Abdriften“ gestoppt werden sollten. Nach der Gewalt muslimischer Milizen verübten in den vergangenen Tagen bewaffnete Christen eine Reihe von Gräueltaten.

Von

afp

Kommentare (3)

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Rechner

13.12.2013, 13:18 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

sharwes

13.12.2013, 13:37 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

13.12.2013, 15:08 Uhr

Reicht das nicht das wir GR rausgeboxt habn damit die F banken nict abschmieren

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