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22.03.2012

14:38 Uhr

Militärkooperation

Luftbetankung wird im europäischen Luftraum

Da die eigenen Tankflugzeug-Kapazitäten nicht reichten, musste die EDA im Lybien-Einsatz auf US-Hilfe setzen. Damit das nicht mehr vorkommt, haben sich die EU-Verteidigungsminister jetzt auf eine Kooperation geeinigt.

Auftankmanöver eines F18-A Jets. Reuters

Auftankmanöver eines F18-A Jets.

BrüsselDie EU-Staaten wollen enger zusammenarbeiten, um ihre Militärflugzeuge problemloser in der Luft betanken zu können. Die EU-Verteidigungsminister verabschiedeten eine entsprechende Erklärung, sagte die Leiterin der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA), Claude-France Arnould, am Donnerstag nach dem Ministertreffen in Brüssel. Gerade der Nato-Lufteinsatz im libyschen Bürgerkrieg habe den Europäern gezeigt, dass ihre Kapazitäten bei der Luftbetankung für größere Militärschläge bei weitem nicht ausreichten.

Sie waren auf die Unterstützung amerikanischer Tankflugzeuge angewiesen, die ihre Kampfjets während des Flugs mit frischem Treibstoff versorgten. Außerdem wollen die Mitglieder der Europäischen Union auch bei der Bereitstellung mobiler Feldlazarette kooperieren. 13 Minister unterschrieben eine entsprechende Absichtserklärung. In den Lazaretten sollen unter anderem Röntgenuntersuchungen, Operationen und Wiederbelebungen möglich sein. Sie sollen sowohl bei militärischen Einsätzen als auch bei zivilen Unglücken genutzt werden können.

Angesichts knapper Staatshaushalte zeigte sich Arnould besorgt, dass Etats für militärische Forschung und Entwicklung zusammengestrichen werden. Die Minister beschlossen ein Investitionsprogramm für innovative Konzepte und neue Technologien, das zwei Jahre lang laufen und über ein Budget von rund zehn Millionen Euro verfügen soll.

Von

dpa

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