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15.01.2013

10:14 Uhr

Militäroffensive

Frankreich verstärkt seine Truppen in Mali

Frankreich stockt die Streitkräfte auf 2500 Soldaten auf, die Nachbarländer Malis sollen weitere 3300 Soldaten in den Kampf gegen die Extremisten schicken. Die EU bespricht das weitere Vorgehen auf einem Sondergipfel.

2500 französische Soldaten sollen in Mali zum Einsatz kommen. AFP

2500 französische Soldaten sollen in Mali zum Einsatz kommen.

Bamako/BrüsselBeim Kampf um die Stadt Diabali in Mali hat die französische Armee zurückgeschlagen: Bei ihrem Militäreinsatz griff die Luftwaffe der Franzosen in der Nacht zu Dienstag die Stadt, die am Montag von islamistischen Einheiten aus dem Norden Malis erobert worden war, an. Bei den Luftangriffen 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bamako seien mindestens fünf islamistische Kämpfer getötet und mehrere andere verletzt worden, sagte ein Mitarbeiter der malischen Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP. Nach den Angriffen hätten Kämpfer fluchtartig Diabali verlassen, sagte ein Einwohner aus einem benachbarten Ort.

Frankreichs Präsident Francois Hollande sagte unterdessen, dass er seine Truppen im westafrikanischen Krisenstaat verstärken will. „Wir haben zur Zeit 750 Soldaten entsendet und es werden mehr werden, so dass wir so schnell wie möglich an die Afrikaner übergeben können“, sagte Hollande am Rande eines Besuchs in Abu Dhabi. Eine Einheit mit 40 französischen Panzern aus der Elfenbeinküste soll am heutigen Dienstag die malische Hauptstadt Bamako erreichen.

Frankreich will die Streitkräfte in seiner ehemaligen Kolonie auf insgesamt 2500 Soldaten aufstocken. Aus den Nachbarländern Malis sollen einem Interventionsplan der Vereinten Nationen (UN) zufolge 3300 Soldaten kommen. Hollande erwartet, dass es bis zum geplanten Einsatz von Einheiten der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas in Mali noch „eine gute Woche“ dauern wird. Länder wie Niger, Burkina Faso, Senegal, Togo, Nigeria und Benin wollen die malische Regierung beim Kampf gegen die islamistischen Aufständischen im Land unterstützen.

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Noch diese Woche will EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton die EU-Außenminister zu einer Mali-Dringlichkeitssitzung in Brüssel treffen. Es werde ein Treffen für Donnerstag vorbereitet, verlautete am Dienstag aus EU-Diplomatenkreisen. Dabei solle beraten werden, wie die EU-Länder die malische Regierung und die französischen Angriffe gegen die islamistischen Rebellen im Norden unterstützen können.

Dazu gehöre Ausbildungshilfe für die regulären Streitkräfte, finanzielle und logistische Hilfe für eine afrikanisch geführte Militärmission sowie direkte Hilfe für die malische Regierung, erklärte Ashton am Montagabend. Den unter anderem von EU-Parlamentariern geforderten Einsatz einer EU-Kampftruppe erwähnt die Chefdiplomatin nicht.

In Deutschland hat sich angesichts eines möglichen Mali-Einsatzes nun der Bundeswehrverband zu Wort gemeldet und vor einer zu hohen Belastung der deutschen Streitkräfte gewarnt. Die Truppe stecke mitten in der „größten Reform seit ihrem Bestehen“ und sei durch laufende Einsätze schon stark gefordert, sagte Verbandschef Ulrich Kirsch. „Wir können das sicher noch leisten – aber wir stoßen mit dem Kopf an die Decke.“ Gleichzeitig verteidigte Kirsch das Eingreifen Frankreichs in dem westafrikanischen Land. Von einem übereilten Einsatz könne keine Rede sein. „Frankreich agiert hier quasi als 'Feuerwehr' und hat auf einen Hilferuf aus Mali reagiert.“

Kommentare (5)

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Ein_Sparsamer

15.01.2013, 12:22 Uhr

Aus dem Beitrag:
"Außenminister Guido Westerwelle (FDP) [...] „Wir werden keine Kampftruppen schicken, aber wir werden jetzt mit Frankreich besprechen, welche Unterstützung politisch, logistisch, medizinisch und humanitär sinnvoll ist“, sagte er der „Welt“.
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Westerwelle soll sich geschlossen halten, denn ich bin mir ziemlich sicher, daß die deutsche Bevölkerung strikt gegen weitere Abenteuerreisen der Bundeswehr ist!
Mali geht uns nichts, aber auch gar nichts an. Unsere Soldaten sind nicht dafür da, für Frankreich irgendwelche Kartoffeln aus dem Feuer zu holen resp. dafür zu sorgen, daß der Uran-Strom nach Frankreich nicht abreißt Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Thomas-Melber-Stuttgart

15.01.2013, 13:20 Uhr

Neben Kampftruppen gibt es Kampf- und Führungsunterstützung ...^^

Vicario

15.01.2013, 14:08 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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