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01.06.2012

08:26 Uhr

Milliarden-Projekt

Iran baut keinen Damm mit China

Es sollte der höchste Damm der Welt werden, mit einer Kapazität von 1.500 Megawatt. Doch nun hat die iranische Seite den Deal abgeblasen. Und das kurz vor einem Besuch von Präsident Ahmadinedschad in Peking.

Stromreaktor im Iran: Die Beziehungen zu China seien „normal“. AFP

Stromreaktor im Iran: Die Beziehungen zu China seien „normal“.

PekingDer Iran hat überraschend ein milliardenschweres Dammprojekt mit China aufgekündigt. Vor dem Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad nächste Woche in China bestätigten heute Kreise in dem chinesischen Konzern Sinohydro Corp in Peking die Absage für das Bauvorhaben im Iran, das einen Umfang von zwei Milliarden US-Dollar haben sollte.

„Die Nachricht stimmt“, sagte ein Mitarbeiter, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur dpa. Es habe auf iranischer Seite wohl „Probleme mit der Finanzierung“ gegeben. Allerdings hätten beide Seiten bislang keinen richtigen Vertrag unterschrieben, sondern nur eine Vereinbarung über die Eckpunkte der beabsichtigten Kooperation getroffen, hob der Mitarbeiter hervor.

Der mit dem iranischen Wasserbauunternehmen Farab geplante Damm im Iran sollte nach Presseberichten der höchste der Welt werden und eine Kapazität von 1.500 Megawatt haben. Nach unbestätigten chinesischen Medienberichten soll Irans Zentralbank unzufrieden über die von China angebotenen Finanzierungsmöglichkeiten für das Projekt gewesen sein. Offiziell wollte sich Sinohydro nicht äußern.

Die Kündigung der Dammpläne könnte nach Einschätzung von Beobachtern die Beziehungen zwischen beiden Ländern belasten. Auf dpa-Nachfrage gab sich Sprecher des Außenministeriums, Liu Weiming, unwissend über die Absage. China und der Iran pflegten „normale Beziehungen“. „Beide Länder verfolgen gute Kooperation in Politik, Wirtschaft, Handel und in humanitären Bereichen.“

Irans Präsident wird nächste Woche als Beobachter am Gipfel der Staatschefs der fünf Mitglieder der Shanghai Kooperationsorganisation (SCO) in Peking teilnehmen. Zur SCO gehören China, Russland, Kasachstan, Kirgistan und Usbekistan. Zu dem Treffen am Mittwoch und Donnerstag wird auch Russlands Präsident Wladimir Putin erwartet.

Von

dpa

Kommentare (1)

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01.06.2012, 09:13 Uhr

Der einzige Punkt, der am Artikel stimmt, ist dass die Chinesen aus dem Programm geschmissen wurden.

Bereits am ersten Tag gaben die Iraner bekannt, dass zum Bau des Dammes eine iranische Firma beauftragt wurde. Das liegt daran, dass der Iran im letzten Jahrzehnt zu den grössten Staudammerbauer der Welt gehörte und mittlerweile ohne fremde Hilfe diese Monsterwerke der TEchnik errichten kann.

Hier die Ordignal Nachricht:

http://www.iranmilitaryforum.net/economy-and-industry/iran-cancels-$2-bn-dam-contract-with-china-reports/

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