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22.06.2015

16:03 Uhr

Milliarden-Unterstützung

Gasknappheit in der Ukraine: EU will helfen

Damit das kriegsgeplagte Land den Winter überbrücken kann, wollen die EU-Staaten der Ukraine rund eine Milliarde Dollar für ein neues Gasgeschäft mit Russland zur Verfügung stellen.

Die Ukraine bezieht rund die Hälfte ihres Gases aus Russland. dpa

Starke Abhängigkeit

Die Ukraine bezieht rund die Hälfte ihres Gases aus Russland.

BerlinDie EU will der Ukraine für ein neues, milliardenschweres Russland-Gasgeschäft zur Winter-Überbrückung unter die Arme greifen. Das geplante neue Paket werde rund 1,5 Milliarden Dollar kosten, heißt es in einem deutschen Regierungspapier, das Gespräche mit EU-Energiekommissar Maros Sefcovic wiedergibt und der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorlag. Die derzeit in der Ukraine eingelagerte Menge Gas reiche nicht aus, um die Versorgungssicherheit herzustellen.

Fehlen würden der Ukraine rund eine Milliarde Dollar, heißt es in dem Papier vom 10. Juni. Es gebe dazu bereits Gespräche unter anderem mit den EU-Mitgliedsstaaten. Dem Staat müsse geholfen werden. Es sei auch harte Arbeit nötig, um im Winter den Transit von russischem Gas durch die Ukraine zu sichern, das für EU-Länder bestimmt sei, heißt es im Protokoll.

Die Ukraine bezieht rund die Hälfte ihres Gases aus Russland, mit dem es seit längerem in einem politischen und auch militärischen Konflikt über seine Grenzen ist. Ihre Speicher sind derzeit zu rund 37 Prozent gefüllt. Zudem fließt etwa 40 Prozent des russischen Gases für die EU durch das Land.

Die Ukraine und Russland hatten sich unter EU-Vermittlung für den vergangenen Winter nach längerem Feilschen um einen Preisabschlag auf ein Liefer-Paket verständigt. Auch jetzt gibt es bei den Konditionen offenbar eine Annäherung: Während die Verhandlungen zum Preisabschlag bereits recht zufriedenstellend seien, lägen die Parteien bei den Volumina noch recht weit auseinander, wird Sefcovic zitiert. Dennoch könne es Ende Juni schon einen Abschluss auf politischer Ebene geben.

Dieser Punkt deckt sich mit Aussagen des russischen Energieministers Alexander Nowak, der ein Treffen EU-Ukraine-Russland für Ende Juni in Aussicht gestellt hatte.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Vitto Queri

22.06.2015, 16:40 Uhr

>> Damit das kriegsgeplagte Land den Winter überbrücken kann, wollen die EU-Staaten der Ukraine rund eine Milliarde Dollar für ein neues Gasgeschäft mit Russland zur Verfügung stellen. >>

Der Europäische Steuerzahler wird dem Schurkenstaat Ukraine mit seiner Junta-Regierung neben der Gasrechnung auch noch die Brotrechnung, die Bekleidungsrechnung, die Ölrechnung, die Strom-und Wasserrechnung, etc. bezahlen.

Die Amis bezahlen bereits die Waffenrechnung für Waffen zum Zusammenbomben ihrer Bevölkerung.

Herr Kurt Klöcker

23.06.2015, 14:34 Uhr

Ich finde auch ,das diese friedlichen Ukrainer mit ihren an verarmten Spitzenpolitikern bzw. Oligarchen die EU- Unterstützung/-Hilfe in Höhe von mindestens 40 Mrd. Euronen viel mehr verdient haben, als die faulen Griechen !

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