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14.05.2013

03:44 Uhr

Milliardenflop

Drohne „Euro Hawk“ wird nicht zugelassen

Sie hätte der neue Stolz der Luftwaffe werden sollen – dürfte aber zu einem milliardenschweren Flop werden. Die Aufklärungsdrohne „Euro Hawk“ darf nicht abheben. Die Bundeswehr wusste das angeblich schon lange.

„Euro Hawk“: Vom neuen Stolz der Luftwaffe zum Milliardenflop? dpa

„Euro Hawk“: Vom neuen Stolz der Luftwaffe zum Milliardenflop?

BerlinDie Aufklärungsdrohne „Euro Hawk“ wird einem Medienbericht zufolge nicht zugelassen. Damit habe das Verteidigungsministerium Investitionen von 1,3 Milliarden Euro in den Sand gesetzt, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Zusätzlich seien Millionen in den Umbau des Luftwaffenstandorts Jagel geflossen, an dem die Drohne ab nächstem Jahr hätte stationiert werden sollen.

Die Deutsche Luftwaffe hat der Zeitung zufolge den Kauf des Flugzeugs mit großem Nachdruck betrieben, obwohl es nach Angaben von Fachleuten frühzeitig Hinweise auf mögliche Probleme bei der Zulassung des Flugzeugs gab.

„Dennoch wurde weitergemacht, als sei alles in bester Ordnung“, sagte ein mit dem Dossier vertrauter Verteidigungspolitiker der F.A.Z. Nun soll das Verteidigungsministerium noch in dieser Woche die Notbremse ziehen und dem Milliardenprojekt ein Ende setzen, meldete die FAZ.

Drohne Eurohawk: Das fliegende Super-Ohr

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Das fliegende Super-Ohr

In der Militärluftfahrt ist die Zeitenwende in vollem Gange: Zunehmend übernehmen unbemannte Flugzeuge Kampf- und Abhöreinsätze. Ein Milliardenmarkt, den EADS mit der Riesendrohne Eurohawk nun erobern will.

Die Bundeswehr hatte das unbemannte Fluggerät vom US-Rüstungskonzern Northrop Grumman gekauft. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS sollte für die Drohne umrüsten. „Das ist ein großer Meilenstein auf dem Weg zum unbemannten Fliegen in Deutschland“, jubelte Stefan Zoller, der Vorstandsvorsitzende der EADS-Rüstungstochter Cassidian, bei einer Pressekonferenz zum Prestige-Projekt.

Die Drohne kann in bis zu 20 Kilometer Höhe ohne Zwischenlandung bis zu 6000 Kilometer zurücklegen.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

14.05.2013, 08:00 Uhr

Unsere kriminellen Beamten und Politiker veruntreuen unsere Steuergelder und bekommen dafür auch noch Geld. In den Knast mit den Verbrechern!

Axel

14.05.2013, 08:00 Uhr

Mich interessiert:
1. Wer verweigert die Zulassung?
2. Warum wird sie nicht erteilt?

Vtg-Amtmann

14.05.2013, 15:21 Uhr

Den Jubel Zollers und diesen selbst gibt es schon lange nicht mehr bei EADS-Cassidian. Laut dpa von heute mittag liegen dieser ein eindeutiger Bericht aus Regierungskreisen zur Problematik vor.

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