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09.09.2011

04:40 Uhr

Milliardenhilfen

„Job-Programm wird Wirtschaft Ruck geben“

Barack Obama steht mit den Rücken zur Wand. Jetzt versucht er den Kraftakt. Mit einem Milliarden-Programm will er die Konjunktur zum Laufen bringen und Jobs schaffen. Seine Rede vor dem Kongress war leidenschaftlich.

Obama bei seiner Rede vor beiden Kammern des Kongresses. Reuters

Obama bei seiner Rede vor beiden Kammern des Kongresses.

WashingtonDass es US-Präsident Barack Obama bitterernst ist, machte schon der Ort der Rede deutlich: Beide Kammern des Kongresses hatte er zusammengerufen, um sein Jobprogramm zu präsentieren. Ein feierlicher Rahmen, sonst reserviert für die traditionelle Rede an die Nation zum Jahresbeginn. In einer leidenschaftlichen Rede vor beiden Kammern des Kongresses appellierte Obama an die Republikaner, im Kampf gegen die Krise mitzuziehen. „Mitglieder des Kongresses: Es ist Zeit, dass wir der Verantwortung gerecht werden.“

Doch rührt derzeit nichts stärker an die Seele der Nation, nährt nichts mehr Amerikas Selbstzweifel als die scheinbar unendliche Jobmisere. Und gerade einmal 14 Monate vor der nächsten Präsidentenwahl bedroht nichts stärker eine Bestätigung Obamas als der düstere Arbeitsmarkt. Nun soll es ein 450-Milliarden-Dollar Programm richten. Das Programm werde „mehr Menschen in Lohn und Brot bringen und mehr Geld in den Taschen derer lassen, die arbeiten“, so der Präsident. „Es wird mehr Jobs für Bauarbeiter, mehr Jobs für Lehrer, mehr Jobs für Kriegsveteranen und mehr Jobs für Langzeitarbeitslose schaffen.“

Stark erinnert es an die erste, massive Finanzspritze über 787 Milliarden, mit der Obama schon kurz nach seinem Amtsantritt Anfang 2009 die krisengeschüttelte US-Wirtschaft wieder auf Kurs bringen wollte. Dass sie es diesmal angesichts klammer Kassen um einiges magerer ausfällt, scheint Obamas Optimismus nicht zu trüben: „Es wird einer zum Stillstand gekommenen Wirtschaft Schub geben“, ist er sich sicher.

Mit der größte Batzen soll in den Taschen der Arbeitnehmer landen, indem Obama ihre Beiträge zur Sozialversicherung halbieren will. Die Beiträge der Arbeitnehmer sollen auch schmelzen. Mit Steuergeschenken will das Weiße Haus Firmen die Einstellung von Langzeitarbeitslosen schmackhaft machen. Schulrenovierungen, Aufbau und Modernisierung der vielerorts maroden Infrastruktur des Landes sollen ebenfalls Amerikaner wieder in Lohn und Brot bringen.

Kommentare (3)

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lowabras

09.09.2011, 00:58 Uhr

Wer klug war, hat sich das letzte mal die Chance gesichert in der weltweiten Spielbank, die sich Börse nennt, wirklich Geld zu verdienen, indem er sich heute mit einigen wenigen Aktien eingedeckt hat, in Branchen die vom Jobprogramm stimuliert werden. Schwer ist es nicht herauszufinden welche das sind.
Das letzte mal deshalb, weil die Sache innerhalb von wenigen Tagen verpuffen wird und die Mehrheit merken wird, dass das wiedr nichts anderes, als schlechtem Geld gutes nach geworfen, wie es seit Jahren geschieht. Kurze Zeit später wird die Ernüchterung überwiegen und man wieder die Realität vor Augen haben und die ist Desaströs. Nicht dass ein einziges der sich angehäuften Probleme gelöst wäre, nein, alles hat sich weltweit noch verschlimmert und durch die weiteren Billiarden die weltweit in immer schnellerer Gangart verbrannt werden, ist der Fall um so größer! Nichts wird an einer Wirtschafts- und Währungsreform vorbei führen, fragt sich nur, wie lange dieser Urknall hinausgezögert werden kann. Es wird kein Tod auf Raten, sondern ein Infarkt, der innerhalb weniger Stunden zum Zusammenbruch führt. Noch jede Währungsreform kam über Nacht und für die Mehrheit absolut überraschend, so auch diese!

Account gelöscht!

09.09.2011, 05:09 Uhr

Obama denkt, durch Verbesserung des Strassenbelages und durch Modernisierung der Schulden bekaempft er die Arbeitslosigkeit - der Mensch ist so naiv, dass es schon dumm wirkt.

Bernanke raet zu noch mehr Geldausgaben, welches man nicht hat und deutet an, weiter Geld drucken zu wollen.

Ein Team geschaffen fuer den Untergang der USA und der weltweiten Finanzwirtschaft. Man sollte dieses Team endlich stoppen und vernuenftige Leute damit beschaeftigen, den angerichteten massiven Schaden wieder zu reparieren.

Account gelöscht!

09.09.2011, 08:32 Uhr

Nachtrag: Sollte natuerlich Schulen statt Schulden heissen.

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