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27.02.2012

13:14 Uhr

Milliardeninvestitionen

Die Rüstungsindustrie kennt keine Krise

VonMarkus Fasse, Martin Murphy

Auch wenn deutsche Waffenbauer schwächeln - die Geschäfte der Rüstungsindustrie laufen weiter auf Hochtouren. Mit der Staatsschuldenkrise haben sich nur die Absatzmärkte verschoben. Und zwar in die Schwellenländer.

China will sein Militärbudget bis 2015 verdoppeln. dapd

China will sein Militärbudget bis 2015 verdoppeln.

München/FrankfurtObwohl zahlreiche westliche Staaten unter ihrer hohen Schuldenlast ächzen, legten die Geschäfte der Rüstungsindustrie weltweit zu. Das teilte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in seinem Jahresbericht für 2010 mit. Demnach stieg der Umsatz der 100 größten Rüstungskonzerne um ein Prozent auf umgerechnet 310 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Wachstum der Branche demnach aber deutlich verlangsamt, 2009 konnten die Waffenlieferanten noch ein Plus von acht Prozent verzeichnen.

Die Verkäufe blieben nach Angaben der Sipri-Waffenexpertin Susan Jackson trotz der Wirtschaftskrise weitgehend stabil, weil es sich in diesem Industriezweig um langfristige Produktionsabläufe handelt. Auch bei den Käufern - hauptsächlich Regierungen - sowie bei den Zulieferern ändere sich nur wenig.

Die Liste der weltweit umsatzstärksten Rüstungsunternehmen wird weiterhin von den US-Konzernen dominiert. An der Spitze steht laut Sipri das US-Unternehmen Lockheed Martin, das 2010 Rüstungsgüter im Wert von 35,7 Milliarden Dollar verkaufte. Insgesamt sind 44 Unternehmen der Sipri-Liste in den USA angesiedelt. Auf sie entfallen mehr als 60 Prozent aller Einnahmen aus Waffenverkäufen. 30 Unternehmen kommen aus Westeuropa, sie steuern immerhin 29 Prozent aller Lieferungen bei.

Das europäische Gemeinschaftsunternehmen EADS landete mit Waffenverkäufen im Wert von 16,4 Milliarden Dollar wieder auf Rang sieben, der Rüstungsanteil betrug 27 Prozent. Stärkstes deutsches Unternehmen war wieder Rheinmetall. Mit Rüstungsverkäufen im Wert von knapp 2,7 Milliarden Dollar belegte der Autozulieferer und Rüstungskonzern mit Sitz in Düsseldorf Platz 31.

Weitere deutsche Unternehmen unter den Top-100 waren unter anderem ThyssenKrupp (56) und Diehl (63). Chinesische Rüstungskonzerne haben es nicht in die Liste geschafft, da die nötigen Daten nicht verfügbar waren.

Dennoch geht die Dynamik der Branche nicht mehr allein von den westlichen Industrien aus. Es sind vor allem die Schwellenländer, die mit ihren Aufrüstungsplänen für Großaufträge sorgen. So weckte Russlands Premier Wladimir Putin jüngst Erinnerungen an die Zeit der Sowjetunion, als er Armee-Investitionen von 575 Milliarden Euro ankündigte.

Kommentare (30)

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Schuldenkrisen_enden_in_Krieg

27.02.2012, 13:32 Uhr

Wir steuern systembedingt auf den 3. Weltkrieg!
Solange die Menschen nicht unser Geldsystem ( Geld = Schuld ) verstehen, werden sie nie begreifen, dass sie in einer Matrix durch die Medien bzw. deren Eigentümer gefangen sind! Wenn Sie Kinder haben und wollen, dass sie ein Zukunft haben, sollten sie hinterfragen wie Geld entsteht?

http://www.youtube.com/watch?v=_kcHxGfkQ3s

kleinerMann

27.02.2012, 13:36 Uhr

"Gibst kein Krieg, gibst kein Geld! Das organisierende Prinzip einer jeden Gesellschaft heißt, man führt Krieg!"

Account gelöscht!

27.02.2012, 13:36 Uhr

Die Politiker der Welt, arbeiten auch wieder mit Hochdruck am nächsten Weltkrieg! Platzt die Schuldenblase, fallen die Völker wieder übereinander her..

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