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01.11.2012

10:43 Uhr

Milliardenverluste

„Sandy“ schlägt auf die US-Wirtschaft durch

Millionen Menschen kommen nicht zu ihrem Arbeitsplatz. Geschäfte, Restaurants und Raffinerien bleiben für Tage geschlossen. Die Schäden für die US-Volkswirtschaft durch „Sandy“ gehen in die Milliarden.

Stromausfall in New York: Die Schäden durch den Sturm "Sandy" werden die US-Volkswirtschaft belasten. Reuters

Stromausfall in New York: Die Schäden durch den Sturm "Sandy" werden die US-Volkswirtschaft belasten.

New YorkDer Supersturm “Sandy” wird wohl auf die Wirtschaftsleistung der USA durchschlagen. Die Leistung der weltgrößten Volkswirtschaft wurde durch den Sturm im vierten Quartal wohl um 25 Milliarden Dollar reduziert, schätzt Gregory Daco, ein US-Volkswirt von IHS Global Insight. Dadurch könnte die Wachstumsrate auf ein bis 1,5 Prozent schrumpfen, sagt er. Die Gesellschaft ging zuvor von 1,6 Prozent Zuwachs aus.
Sandy tobte in einer Region mit 60 Millionen Einwohnern - etwa so vielen wie in Italien - auf die ein Viertel der US-Wirtschaftsleistung entfällt, sagt Eric Lascelles, Chef- Volkswirt bei RBC Global Asset Management. Die Finanzmärkte mussten geschlossen werden, auch der Flug- und Bahnverkehr wurde gestoppt.

“Wenn die Leute nicht mehr in Broadway-Shows, Restaurants und Hotels gehen, dann ist das ein harter Schlag für all diese Bereiche, die davon leben, dass Menschen Geld ausgeben”, sagt Stephen Bronars, ein leitender Volkswirt bei Welch Consulting in Washington. “Die Menschen werden auch weiterhin ausgehen oder Autos kaufen - nur nicht diese Woche. Es wird Gewinner und Verlierer geben.”
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte durch den Sturm in diesem Quartal um 0,2 Prozent geringer ausfallen, erwartet Mark Vitner, ein leitender Volkswirt bei Wells Fargo & Co. er schätzt die Kosten für die entgangene Produktion auf 30 Milliarden Dollar.

Nach „Sandy“: Plünderer ziehen durch New York

Nach „Sandy“

Plünderer ziehen durch New York

Der Schock nach dem Wirbelsturm „Sandy“ sitzt bei den New Yorkern tief. Während die meisten Bürger sich um die Rückkehr zur Normalität bemühen, wird in mehreren Stadtteilen von Plünderungen berichtet.

“Die US-Wirtschaft wird etwas ramponiert”, sagt Lascelles. “Diese Region ist überaus dicht besiedelt, auf sie entfällt ein überproportional großer Anteil an der wirtschaftlichen Leitung der USA.”
Bei Einzelhändlern wird der flächenbereinigte Umsatz im November wohl um bis zu drei Prozent geringer ausfallen, nachdem Läden an der Ostküste geschlossen werden mussten, erwartet Oliver Chen, ein Analyst von Citigroup Inc. in New York. Gleichzeitig dürften Supermärkte und Baumärkte jedoch profitieren.

Kommentare (9)

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Schlaumeier

01.11.2012, 11:01 Uhr

Die 2% Wirtschaftswachstum in den USA werden mit 35% Schulden im Staatshaushalt erwirtschaftet. Das sind 10% des BIP (Verschuldungsgrad USA = 100% BIP). Und das jedes Jahr, schon seit Jahren. Rechnet man das Erwirtschaftete aus dem Investmentmüll noch heraus, ergibt sich trotz horender Schulden, immer noch eine Schrumpfung der Wirtschaft.Wer ist eigentlich kaputter - USA oder Griechenland? Und das geht ewig gut? Wohl kaum. USA hat 48 Wirtschaftsnobelpreisträger. Also je mehr ein Land davon hat, desto kaputter ist es.

W.S

01.11.2012, 11:18 Uhr

Die amerikanische Milliardäre sind nicht einmal in der Lage ihrem
Land, und den in Existenznot geratenen Menschen zu helfen.
Nach Tagen ist eine kleckliche Summe von gerademal 8,5 Millionen Euro an Spenden eingegangen, das ist ein Tröpfchen auf den heissen Stein. Die Deutschen würden die Summe in Stunden einspielen. Jede/r soll sich einem Reim darauf machen!
Armes Amerika!
MfG
Walter Schmid

W.S

01.11.2012, 11:26 Uhr

Es muss heißen: Die amerikanischen. . . .

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