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10.07.2014

04:20 Uhr

Millionen-Aufbauhilfe

Deutschland gibt der Ukraine mehr Geld

Deutschland stockt seine Hilfszahlungen an die Ukraine auf. Unterdessen lehnen Separatisten und Regierung direkte Gespräche ab. Eine Hoffnung liegt auf einem deutsch-russischen Treffen beim Fußball.

Menschen in einem Dorf in der Nähe von Slaviansk stehen für Milch an: Die humanitäre Lage in der Ukraine macht Deutschland Sorgen. dpa

Menschen in einem Dorf in der Nähe von Slaviansk stehen für Milch an: Die humanitäre Lage in der Ukraine macht Deutschland Sorgen.

KiewDie Bundesregierung stellt der krisengeschüttelten Ukraine 3,5 Millionen Euro Aufbauhilfe zur Verfügung. Ressortchef Frank-Walter Steinmeier (SPD) habe entschieden, die humanitäre Hilfe für die Ex-Sowjetrepublik um 2,5 Millionen Euro zu erhöhen, teilte das Außenministerium in Berlin am Mittwoch mit. Das Geld soll vor allem den Städten Slawjansk und Kramatorsk zugutekommen, die von der Armee im Kampf gegen Separatisten kürzlich zurückerobert wurden.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko dankte für die Hilfe. „Wir nehmen dies nicht nur als finanzielle Entscheidung wahr, sondern auch als sehr wichtige moralische Unterstützung vonseiten der Länder der Europäischen Union“, betonte der prowestliche Staatschef in Kiew.

Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande haben erneut mit Poroschenko gesprochen. Thema des Telefonats am Mittwoch war nach Angaben des Élysée die aktuelle Situation in der Ostukraine nach dem teilweisen Rückzug der Separatisten.

Merkel und Hollande hätten sich besorgt über die Lage der Zivilbevölkerung gezeigt und auf die Notwendigkeit militärischer Zurückhaltung verwiesen. Es müsse rasch eine politische Lösung für einen beiderseitigen Waffenstillstand geben, hieß es in Paris.

Erneut appellierten Merkel und Hollande nach den Angaben an die russische Seite, Druck auf die Separatisten auszuüben für Verhandlungen und die wirksame Kontrolle der russisch-ukrainischen Grenze. Beide westlichen Politiker kündigten an, dazu in den kommenden Tagen erneut auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu kontaktieren.

In der Ostukraine kam es unterdessen zu neuen Gefechten. Rund um den Flughafen der Großstadt Lugansk seien heftige Kämpfe zwischen der Armee und prorussischen Separatisten entbrannt, sagte Andrej Lyssenko vom Sicherheitsrat. Mindestens zwei Soldaten seien getötet worden. Ein verwundeter ukrainischer Fernsehjournalist wurde im Rettungshubschrauber zu einem Krankenhaus in Charkow geflogen.

Mit der Ablehnung direkter Gespräche haben Separatisten und Regierung in der Ukraine-Krise die Angst vor neuer Gewalt geschürt. Verhandlungen werde es nur unter internationaler Vermittlung geben, betonte Valeri Tschaly von der Präsidialverwaltung in Kiew am Mittwoch. Die in den Großstädten Donezk und Lugansk verschanzten Aufständischen verlangten vor einem möglichen Treffen die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen.

Bei Gefechten kamen der Armee zufolge drei Soldaten ums Leben. Bei Donezk sprengten die Separatisten eine Eisenbahnbrücke, um dem Militär die geplante Blockade der Millionenmetropole zu erschweren.

Kommentare (14)

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Herr Peter Hubich

10.07.2014, 08:10 Uhr

Gut, daß Fußball ist, da fäält dem Volk die weitere Verschickung von Steuergeldern nicht auf.

Herr Woifi Fischer

10.07.2014, 08:32 Uhr

Deutschland gibt der Ukraine mehr Geld
Ich bin es leid als deutscher Steuerzahler für die ganzen Probleme in Europa oder der Welt zu bezahlen.
Steinmeier hat kein Geld die Infrastruktur im eigenen Land wieder auf Vordermann zu bringen,
aber für die Ukraine werden zuerst 3,5 Millionen Euro für Aufbauhilfe zur Verfügung gestellt, und jetzt erhöht der Außenminister um weiter 2,5 Millionen Euro, also stehen jetzt eine Summe von 6 Millionen Euro für die Ukraine bereit!
Und für das eigene Land nichts.
Weiß Steinmeier überhaupt wer diese Summen erwirtschaften muss???
Dieses und andere Gelder muss der deutsche Arbeiter erarbeiten, aber dies interessiert keinen Politiker in Berlin.
Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.

Herr Woldemar von Stechlin

10.07.2014, 08:35 Uhr

Jetzt meckern hier wieder alle und bei der nächsten Wahl wird wieder Mutti und der Dicke gewählt.

Da z.B. nur 7% AfD gewählt, haben, sollen die anderen hier bitte mal die Klappe halten und zahlen!

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