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23.01.2012

12:58 Uhr

Millionendeal

Russland verkauft Militärflugzeuge an Syrien

Russland will offenbar mitten im Syrienkonflikt 36 Kampfjets an das Land liefern. Einem Medienbericht zufolge hat der Vertrag einen Wert von 550 Millionen US-Dollar. Mit dem Deal soll das Assad-Regime unterstützt werden.

Russische Kampfflugzeuge vom Typ Mig 29. AFP

Russische Kampfflugzeuge vom Typ Mig 29.

MoskauInmitten des Syrienkonflikts verkauft Russland dem arabischen Land einem Medienbericht zufolge 36 militärische Trainingsflugzeuge des Typs Jak-130 (Nato-Code: „Mitten“). Der Vertrag im Wert von 550 Millionen US-Dollar (etwa 427 Millionen Euro) sei bereits unterschrieben worden, berichtete die Moskauer Zeitung „Kommersant“ am Montag unter Berufung auf den staatlichen Rüstungskonzern Rosoboronexport. Der Verkauf sei ein Zeichen der Unterstützung für das Regime von Präsident Baschar Assad, hieß es.

Die zweistrahlige Jak-130 kann mit Bomben sowie mit Raketen für den Luftkampf und die Bekämpfung von Erdzielen ausgerüstet werden. Die syrische Regierung des umstrittenen Präsidenten Baschar al-Assad ist ein enger Partner und Waffenkäufer der UN-Vetomacht Russland. Eine Quelle nannte das Blatt nicht. Sollte sich der Deal bestätigen, würde sich Moskau damit offen gegen internationale Bemühungen stellen, den Druck auf das Assad-Regime angesichts von dessen harten Vorgehen gegen den Aufstand in Syrien zu erhöhen.

Vor allem die USA kritisieren russische Rüstungsexporte nach Syrien scharf. Moskau weist die Vorwürfe zurück: Es gebe kein international bindendes Waffenembargo gegen das Land. Ein russisches Schiff mit 60 Tonnen Munition hatte vor kurzem in Syrien angelegt.

Der einflussreiche Außenpolitiker Michail Margelow warnte unterdessen vor einem Bürgerkrieg in dem Krisenland. „Derzeit steckt die Situation in Syrien in einer Sackgasse“, sagte Margelow, der zugleich Sonderbeauftragter des Kremls für Afrika ist, nach Angaben der Agentur Interfax. Nach UN-Angaben kostete die Gewalt in dem Land seit März vergangenen Jahr rund 5.400 Menschen das Leben.

Kommentare (11)

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freemann

23.01.2012, 13:25 Uhr

Syrien: Wer steckt dahinter?


Natürlich ist es noch zu früh für eine umfassenden Antwort. Doch es zeichnen sich die Konturen der Hintermänner der Revolten in Ägypten, Tunesien, Libyen und Syrien ab.

# Gaddafi wurde von der NATO hemmungslos für vogelfrei erklärt.

# Berlusconi machte Bunga-Bomba.

# Obama genehmigt dafür persönlich den Einsatz von Drohnen. Nichts davon ist durch die UN-Resolution 1973 (Einrichtung einer Flugverbotszone!) gedeckt.

Über den angeblichen Anlaß Libyen anzugreifen redet keines der Massen–Verdummungsmedien mehr.

Das Tauziehen um Syrien - zwischen Iran und USA - beginnt. Die deutschen weitgehend gleichgeschalteten freiheitlich-konzertierten Sender und Printmedien schlagen die Propagandaschlacht für die „Pro-NATO-Contras“ in Libyen und Syrien.

### es geht also nur darum, dass die USA wg. Dem IRAN hier eingreifen (wollen)

Account gelöscht!

23.01.2012, 14:06 Uhr

"Russland verkauft Militärflugzeuge an Syrien."
Warum auch nicht?
Russland hat ein berechtigtes Wirtschaftsinteresse an Syrien. Ob es den USA und Israel nun passt oder nicht, Russland und China sind ernst zu nehmende Gegner in dem Poker um die Macht!
Nur Dumm-Deutschlands Regierung kapiert als Bückling wieder nichts. Wir sollten uns da fein heraushalten, zumal es um ständige Angriffskriege in souveräne Staaten geht, bei denen wir absolut NICHTS zu suchen haben. Aber als USA-höriger Schleimbeutel, der Deutschland ist, müssen Merkel und Schwesterwelle ja vor den ehemaligen Siegern und heutigen Eigentümern Deutschlands kriechen und sich noch tiefer bücken und verbiegen.

Account gelöscht!

23.01.2012, 14:33 Uhr

Oberstes Ziel muss es sein zu verhindern, dass auch Syrien in die Hände der Muslime fällt. Es reicht, dass das finstere Mittelalter wieder in Nordafrika eingezogen ist.
Darum sind die aufständischen Muslime niederzumachen.

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