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03.04.2011

14:53 Uhr

Misrata eingekesselt

Hochburg der libyschen Rebellen vor dem Fall

In Libyen steht der westliche Vorposten der Rebellen vor dem Fall. Die Hafenstadt Misrata wurde komplett von den Streitkräften des Machthabers Muammar Gaddafi eingekesselt.

Ein bei Kämpfen im Osten von Libyen zerstörter Panzer liegt am Straßenrand: Misrata steht vor dem Fall. Quelle: dpa

Ein bei Kämpfen im Osten von Libyen zerstörter Panzer liegt am Straßenrand: Misrata steht vor dem Fall.

Misrata

Gadaffis Truppen setzten am Sonntag den heftigen Beschuss der Rebellenhochburg 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis fort. Ärzten zufolge kamen bei den Kämpfen bisher Hunderte Zivilisten ums Leben.

Augenzeugenberichten zufolge stoppten Graddafis Truppen zudem einen Vormarsch der Rebellen im Osten und griffen verstärkt Aufständische in den Bergen südwestlich von Tripolis an. Die Stadt Sintan wurde stark beschossen. Einen Vorschlag der Rebellen zur Waffenruhe wies das Regime in Tripolis zurück.

Die Aufständischen kämpften am Sonntag weiter um die Kontrolle über die östliche Ölstadt Brega. Am Morgen waren Explosionen und Maschinengewehr-Salven zu hören. Bei einem Luftangriff der Nato wurden in der Nacht zum Samstag 13 Rebellen getötet.Die Raketen trafen mindestens vier Fahrzeuge, darunter einen Rettungswagen. Die Aufständischen machten unterschiedliche Angaben, wie es zu dem Beschuss gekommen war. Möglicherweise hätten sie selbst das Feuer auf sich gezogen, hieß es. Andere sagten, Handlanger Gaddafis hätten sich unter die Rebellen gemischt und den Angriff provoziert. Eine Nato-Sprecherin in Brüssel erklärte, die Militärallianz prüfe die Angaben. Die Nato hat am Donnerstag die Führung des Einsatzes übernommen und seither mehr als 360 Angriffe geflogen.

Trotz des Vorfalls appellierten die Rebellen an die internationalen Kräfte, nicht nachzulassen. "Man darf den großen Zusammenhang nicht aus den Augen verlieren", sagte ein Sprecher im Rebellen-Hauptquartier in der östlichen Stadt Benghasi."Fehler passieren, aber worauf es ankommt, ist, dass wir Gaddafi loswerden."

Kommentare (3)

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W.T.

03.04.2011, 19:56 Uhr

Wenn jetzt den Aufständigen nicht geholfen wird, hätte man sich das Ganze von Anfang an sparen können.

tokoloshe

03.04.2011, 20:08 Uhr

Das hätte man sparen müssen.

Bundesbuerger

03.04.2011, 22:04 Uhr

Schwamm drüber.

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