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24.02.2004

21:02 Uhr

Mitteilung des Pentagon

Klagen gegen erste Guantanamo-Gefangene

Die ersten Gefangenen im US-Lager Guantanamo-Bay sind von den USA angeklagt worden. Sie sollen sich wegen Verschwörung zu Kriegsverbrechen vor einem Militärtribunal verantworten. Das teilte das Pentagon mit.

HB WASHINGTON. Nach dieser Mitteilung handelt es sich um einen Mann aus dem Jemen und einen Sudanesen, die beide im Verdacht stehen, enge Verbindung zum El-Kaida- Terroristenführer Osama bin Laden gehabt zu haben.

Die Männer gehören zu rund 650 Gefangenen, die zum Teil schon seit über zwei Jahren auf dem US-Stützpunkt festgehalten werden, ohne dass ihnen bisher der Prozess gemacht wurde oder ihnen Zugang zu einem Anwalt gewährt wurde. Bisher sind neben den beiden Angeklagten nur vier weitere Gefangene für spätere Militärverfahren ausgewählt worden. Das Vorgehen der USA hat wiederholt Proteste von Menschenrechtsorganisationen und ausländischen Regierungen ausgelöst.

In einer Pentagon-Erklärung hieß es, Ali Hamza Ahmed Sulayman al Bahlul aus dem Jemen werde verdächtigt, als „führender El-Kaida- Propagandist“ Videos produziert zu haben, in denen die Ermordung von Amerikanern verherrlicht worden sei. Ziel des früheren Leibwächters Bin Ladens sei es gewesen, Mitglieder der Terrororganisation zu rekrutieren und zu Anschlägen gegen die USA und andere Länder anzuspornen.

Ibrahim Ahmed Mahmud al Kosi aus dem Sudan stehe im Verdacht, Finanzgeschäfte der El Kaida abgewickelt und Waffen geschmuggelt zu haben. Nach US-Erkenntnissen sei er seit langem mit Bin Laden verbunden. Beide Angeklagten hätten sich freiwillig einem kriminellen Unternehmen angeschlossen, dessen Ziel die Ermordung von Menschen und insgesamt Terrorismus sei.

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