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05.08.2015

18:21 Uhr

Mittelmeer

Flüchtlingsboot vor libyscher Küste gekentert

Erneut ist ein Boot mit hunderten Flüchtlingen havariert. Die irische Marine entdeckte vor der lybischen Küste rund 150 Menschen, die im Meer trieben. Auf dem Boot befanden sich rund 600 Menschen.

Ein gekentertes Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer. Vor der Küste Libyens ist ioffenbar ein Boot mit rund 600 Flüchtlingen an Bord gekentert. dpa

Flüchtlinge auf dem Mittelmeer

Ein gekentertes Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer. Vor der Küste Libyens ist ioffenbar ein Boot mit rund 600 Flüchtlingen an Bord gekentert.

RomEin überfülltes Flüchtlingsboot mit bis zu 700 Menschen an Bord ist im Mittelmeer vor der libyschen Küste gekentert. Es habe viele Tote gegeben, erklärte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen am Mittwoch auf Twitter. Nach Erkenntnissen des UN-Flüchtlingswerkes UNHCR waren 600 Menschen an Bord. 250 von ihnen seien gerettet worden. Nach Angaben der italienischen Küstenwache wurden bis zum Nachmittag 25 Leichen geborgen. Demnach kenterte das Boot in dem Moment, als andere Schiffe gerade zu Hilfe eilten. An dem Einsatz beteiligten sich demnach Besatzungen aus Italien und Irland.

An keinem Ort der Erde sterben so viele Flüchtlinge wie im Mittelmeer. Im vergangenen Jahr kamen dort nach Erkenntnissen der Internationalen Organisation für Migration mehr als 3000 Menschen ums Leben. In diesem Jahr sind es demnach bereits über 2000. Im April war ein Boot mit bis zu 800 Flüchtlingen an Bord gesunken. Das Unglück wurde zu einem Symbol der europäischen Flüchtlingskrise.

Länder wie Italien oder Griechenland sind mit der Zahl der ankommenden Flüchtlinge überfordert. Die EU-Kommission will deswegen Asylbewerber über die Gemeinschaft verteilen, was auf Widerstand aus Großbritannien oder osteuropäischen Mitgliedern stößt. Die EU-Staaten haben beschlossen, Schlepperrouten im Mittelmeer stärker zu überwachen.

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