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15.04.2012

19:28 Uhr

Möglicher Embargobruch

Waffen für Assad sollten mit deutschem Schiff kommen

Die Bundesregierung prüft, ob deutscher Frachter Waffen nach Syrien transportieren sollte. Angeblich hat das Schiff seinen Kurs geändert und steuert einen Hafen im Mittelmeer an. Zu orten ist es derzeit aber nicht.

Fuhr bis 2010 noch unter dem Charternamen „BBC Italy“: Der deutsche Frachter „Atlantic Cruiser“. dpa

Fuhr bis 2010 noch unter dem Charternamen „BBC Italy“: Der deutsche Frachter „Atlantic Cruiser“.

BerlinDie Bundesregierung geht einem Bericht nach, wonach mit einem deutschen Frachter Waffen aus dem Iran nach Syrien geliefert werden sollten. „Der geschilderte Sachverhalt ist der Bundesregierung bekannt“, erklärte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Laut dem Portal „Spiegel Online“ wurde die „Atlantic Cruiser“ der Emder Reederei Bockstiegel mit „schwerem Militärgerät und Munition“ im Mittelmeer gestoppt.

„Alle Einflussmöglichkeiten“ würden genutzt, um „mögliche Embargoverstöße“ aufzuklären, erklärte die Ministeriumssprecherin weiter. „Nach unseren jetzigen Kenntnissen handelt es sich um ein Schiff eines deutschen Eigentümers“, fügte sie hinzu. Das Charterunternehmen - laut „Spiegel Online“ die C.E.G. Bulk Chartering - habe das Schiff „unter die Flagge eines Drittstaates gestellt“. Die Einzelheiten seien jedoch noch nicht bekannt, so dass das Ministerium dazu noch nicht Stellung nehmen könne, sagte die Sprecherin.

Die „Atlantic Cruiser“ hatte ihre Ladung für die syrischen Regierungstruppen laut „Spiegel Online“ vor einigen Tagen im Hafen von Dschibuti von einem iranischen Frachter übernommen. Durch Überläufer bei den syrischen Behörden sei die Fracht jedoch bekannt und die Reederei gewarnt worden. Daraufhin habe die „Atlantic Cruiser“ am Freitagnachmittag plötzlich ihren Kurs geändert und sei im Mittelmeer gestoppt worden, berichtete das Portal. Sie war dem Bericht zufolge an eine ukrainische Firma vermietet.

Angeblich soll das Schiff nun einen sicheren Dritthafen im Mittelmeer anlaufen, wie „Spiegel Online“ am Sonntag berichtete. Dort solle dann die Ware überprüft werden, hieß es unter Verweis auf das Bundeswirtschaftsministerium. Die Bundesregierung habe die deutschen Botschaften in der Region gebeten, ihre jeweiligen Gastregierungen auf den Vorgang aufmerksam zu machen. Demnach sollen vor allem die Regierungen Zyperns, des Libanons und der Türkei eingebunden werden.

Die Nachrichtenagentur AP berichtet hingegen, dass die „Atlantic Cruiser“ im Mittelmeer nicht mehr zu orten sei. Offenbar sei der Transponder des Schiffs, der eine eindeutige Identifizierung erlaubt, abgeschaltet worden.

Kommentare (2)

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Geld_stinkt_nicht

15.04.2012, 20:05 Uhr

Geld stinkt nicht, ob die Goldzähne von KZ-Häftlingen, Enteignung von KZ-Häftlingen, durch Raub- und Beutezüge, durch Unterstützung von Diktatoren, durch Ausbeutung Krieg,
Geld stinkt nicht. Diejenigen, die so Reich werden, dass sind ehrenwerte Leute!!!!!!!!!

peer

15.04.2012, 22:00 Uhr

naja es gibt wohl doch noch Menschen, die sich gegen der Terror von der Strasse verwehren.

Autsch, nachher ist die Ölleitung nach Israel noch gefährdet.

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