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13.03.2014

00:22 Uhr

Möglicher Seitenhieb gegen Russland

USA bieten strategische Ölreserven zum Verkauf an

Machtdemonstration in Richtung Russland? Die USA überraschen die Ölmärkte mit einem Angebot aus ihrer strategischen Reserve. Das passierte vor über 20 Jahren zum letzten Mal. Der Ölpreis reagierte prompt.

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Washington/New YorkDie USA bieten erstmals seit fast einem Vierteljahrhundert überraschend einen Teil ihrer strategischen Ölreserven zum Verkauf an. Das Energieministerium betonte, dass der Schritt bereits seit Monaten geplant sei. Einige Beobachter gehen aber davon aus, dass die US-Regierung damit Russland in der Ukraine-Krise ihre Einflussmöglichkeiten auf die Energiemärkte demonstrieren will.

Der Ölpreis fiel nach Bekanntwerden der Pläne, die vergleichsweise geringe Menge von fünf Millionen Barrel zu veräußern, am Mittwoch um mehr als zwei Prozent - so viel wie seit zwei Monaten nicht mehr.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Zuletzt hatte es ein vergleichbaren "Test-Verkauf" 1990 gegeben. Dem Ministerium zufolge soll damit überprüft werden, ob das System im Ernstfall von Lieferengpässen funktioniert. Durch die stark gestiegene Ölproduktion aus Schiefergas leiten zentrale Pipelines in den USA den Rohstoff inzwischen nicht mehr vom Golf von Mexiko nach Norden, sondern umgekehrt.

Ölhändlern zufolge waren im Krim-Konflikt Forderungen laut geworden, mit der boomenden US-Ölproduktion die Abhängigkeit der Ukraine und ganz Europas von russischem Erdgas zu verringern.

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Von

rtr

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

13.03.2014, 10:46 Uhr

Die russischen Devisenreserven belaufen sich auf etwa 500 Milliarden Dollar. Da kann Putin kleinere Preisschwankungen locker aussitzen.

Account gelöscht!

13.03.2014, 11:24 Uhr

die post-Konsumgesellschaft ....

als pdf hier:
http://www.krisen-info-netzwerk.com/downloads/Was_erwartet_uns-Eine_Reise_durch_die_Zeit.pdf

... braucht keine Supernation, Weltmächte haben ausgespielt!

Account gelöscht!

13.03.2014, 11:27 Uhr

Sollte der Konflikt der USA mit Russland längerfristig anhalten, dann wird der Iran für die USA ganz plötzlich wieder ein guter Freund und zum zuverlässigen Partner werden. Das iranische Gas und Öl könnte schließlich helfen das neue Reich des Bösen der notwendigen Finanzkraft zu berauben. Schauen wir mal wie lang die USA mit ihrer kriminellen Weltpolitik noch punkten können. Irgendwann ist ein Hund zu viel des Hasen Tod!
Hoffentlich sind wir dann nicht der übliche Kollateralschaden!

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