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22.08.2015

14:04 Uhr

Mohammed Badie

Ägypten urteilt Chef der Muslimbrüder ab

Ein Massenprozess gegen führende Mitglieder der Muslimbruderschaft in Ägypten endet mit lebenslangen Haftstrafen. Unter den Verurteilten ist der Führer der Bewegung, Mohammes Badie – der bereits zum Tod verurteilt wurde.

Der Anführer der Muslimbruderschaft wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Gegen ihn gibt es bereits mehrere Todesurteile. dpa

Mohammed Badie

Der Anführer der Muslimbruderschaft wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Gegen ihn gibt es bereits mehrere Todesurteile.

Port Said/KairoIn einem neuen Prozess gegen führende Mitglieder der Muslimbruderschaft sind der Anführer der Bewegung, Mohammed Badie, und weitere Islamisten zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Kairoer Strafgericht befand die Männer nach Angaben der staatlichen Zeitung „Al-Ahram“ am Samstag für schuldig, vor zwei Jahren zum Angriff auf eine Polizeistation in der Stadt Port Said aufgerufen oder daran teilgenommen zu haben. Damals waren fünf Menschen getötet worden. Neben Badie wurden Dutzende weitere Angeklagte zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt – viele davon in Abwesenheit. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Badie und andere Kader aus der Führung der inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft sind in mehreren anderen Verfahren bereits zum Tod verurteilt worden. Menschenrechtler kritisieren die Massenprozesse gegen Islamisten in Ägypten als politisch motiviert.

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In Port Said war es als Reaktion auf die gewaltsame Auflösung eines Kairoer Protestcamps der Muslimbruderschaft im August 2013 zu Krawallen gekommen. Am Rabia-al-Adawija-Platz und anderen Orten in der Hauptstadt waren zuvor Hunderte Demonstranten getötet worden. Sie hatten gegen den Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi protestiert, der im Juli zuvor vom jetzigen Amtsinhaber und damaligen Armeechef Abdel Fattah al-Sisi abgesetzt worden war.

Von

dpa

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