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05.05.2015

11:17 Uhr

Mohammed-Karikaturen

IS bekennt sich zu Anschlag in Texas

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat sich zu dem Anschlag auf eine Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen in Texas bekannt. Zwei Männer hatten dort am Sonntag das Feuer eröffnet und sind von der Polizei erschossen worden.

Zwei Männer hatten am Sonntag vor dem Veranstaltungsort einer Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen das Feuer eröffnet. ap

Anschlag in Texas

Zwei Männer hatten am Sonntag vor dem Veranstaltungsort einer Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen das Feuer eröffnet.

BeirutDie Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Angriff auf eine islamfeindliche Veranstaltung am Sonntag in Texas bekannt. „Zwei Soldaten des Kalifats haben die Attacke auf die Ausstellung in Garland verübt“, sagte ein Sprecher am Dienstag im Radiosender des IS. Dort seien „negative Bilder des Propheten Mohammed gezeigt worden“.

Zwei Männer hatten am Sonntag vor dem Veranstaltungszentrum in einem Vorort von Dallas das Feuer eröffnet. Dabei verletzten sie einen Wachmann. Polizisten erwiderten das Feuer und töteten die Angreifer. Die Ausstellung in Garland war von der islamfeindlichen Amerikanischen Initiative zur Verteidigung der Freiheit (AFDI) organisiert worden, an ihr hatte auch der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders teilgenommen.

Die Terrorgruppe Islamischer Staat

Ziel

Die Organisation Islamischer Staat (IS), früher Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis) genannt, gehört zu den radikalsten islamistischen Gruppen im Nahen Osten. Sie kämpft für einen sunnitischen Gottesstaat im arabischen Raum.

Ursprung

Der IS ging aus dem irakischen Widerstand der 2003 gegründeten Gruppe „Tawhid und Dschihad“ hervor, die sich gegen die US-Invasion im Irak wandte. Erster Anführer war der für seine Grausamkeit berüchtigte Jordanier Abu Mussab al-Sarkawi. Seit 2013 leitet der Iraker Abu Bakr al-Baghdadi den IS.

Aktivitäten

Die Gruppe griff Im Irak nicht nur US-Soldaten an, sondern verübte auch Selbstmordanschläge auf Schiiten und Christen im Land. Al-Sarkawi wurde 2006 von der US-Armee getötet. Seither führen Iraker die Organisation. Deren zweiter früherer Name „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ verdeutlicht den Anspruch, einen sunnitischen Großstaat zwischen Mittelmeer und Euphrat zu errichten.

Entwicklung

An Macht gewann der IS, als sie sich im Frühjahr 2013 in den syrischen Bürgerkrieg einmischte. Dort überwarf sie sich mit der aus syrischen Salafisten bestehenden Al-Nusra-Front, obwohl beide Gruppen damals dem Terrornetzwerk al-Qaida nahestanden.

Standorte

Vor allem im Nordosten Syriens greift der IS syrisch-kurdische Städte an und massakriert die Zivilbevölkerung. Im Irak profitiert die Miliz vom Streit der von Schiiten dominierten irakischen Regierung mit den sunnitischen Parteien des Landes. Am 29. Juni rief der IS das Kalifat in den von im kontrollierten Gebieten aus – mit al-Baghdadi als Kalif.

Finanzierung

Der IS finanzierte sich anfangs vor allem durch Spenden aus den Golfstaaten Katar und Saudi-Arabien, aber auch durch Wegzölle entlang der Grenzen zwischen Irak und Syrien. Mit den Landgewinnen nahmen die Gewinne aus illegalen Ölverkäufen der kontrollierten Felder zu.

Söldner

In den Reihen der Gruppe kämpfen internationale Brigaden, darunter Muslime aus Nordafrika und den arabischen Golfstaaten sowie Konvertiten aus Europa und Nordamerika.

Ein IS-Kämpfer hatte bereits am Montag verkündet, der Anschlag sei von zwei „IS-Sympathisanten“ verübt worden. Nach Informationen der „Washington Post“ gingen US-Ermittler aber nicht davon aus, dass der Anschlag wirklich von der Miliz gesteuert wurde

Der IS hatte im vergangenen Sommer weite Gebiete im Irak und in Syrien erobert und ein „Kalifat“ ausgerufen.

Von

afp

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