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25.02.2015

22:40 Uhr

Moldau

Nato warnt vor Russen im Ukraine-Nachbarstaat

Gehen die Russen in weiteren osteuropäischen Staaten gegen Freunde des Westens in Stellung? Der Nato-Oberkommandierende Breedlove hält das für möglich. Er schaut besonders auf russische Truppen in der Republik Moldau.

Wahlplakate der prowestliche Liberalen Partei Moldau (PLDM) und der zum prorussischen Block gehörenden Partei der Sozialisten der Republik Moldau (PSRM) im November 2014 in der Hauptstadt Chisinau. dpa

Republik Moldau

Wahlplakate der prowestliche Liberalen Partei Moldau (PLDM) und der zum prorussischen Block gehörenden Partei der Sozialisten der Republik Moldau (PSRM) im November 2014 in der Hauptstadt Chisinau.

WashingtonAlarmiert durch den Konflikt in der Ostukraine hat die Nato vor einer russischen Aggression in der Republik Moldau gewarnt.

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Die im abtrünnigen Gebiet Transnistrien stationierten russischen Truppen seien dort, "um Moldau von einer Annäherung an den Westen abzuhalten", sagte der Nato-Oberkommandierende Philip Breedlove am Mittwoch vor dem Verteidigungsausschuss des US-Repräsentantenhauses. "In Moldau und an anderen Orten" betreibe Moskau bereits "eine breite Informationskampagne".

Die etwa 3,5 Millionen Einwohner zählende Republik Moldau liegt als Binnenstaat zwischen der Ukraine und Rumänien. Zuletzt gewannen proeuropäische Kräfte die Parlamentswahl.

Transnistrien an der Grenze zur Ukraine hatte im Jahr 1990 seine Unabhängigkeit von Moldau erklärt. Der Großteil der dortigen Bevölkerung ist russischsprachig. Seit mehr als 20 Jahren sind russische Truppen in Transnistrien stationiert.

Sie gehören teils zusammen mit Soldaten aus Moldau und Transnistrien zu einer Friedenstruppe, die seit dem Ende blutiger Kämpfe um das Gebiet im Jahr 1992 die Konfliktzone überwacht. Moskau hat gegen den Willen von Moldaus Regierung aber noch immer eigene Soldaten und Waffenvorräte dort - trotz einer im Jahr 1999 getroffenen Rückzugsvereinbarung.

Am Donnerstag wird Rumäniens Präsident Klaus Iohannis zu Gesprächen über den Ukraine-Konflikt in Berlin erwartet.

Von

afp

Kommentare (17)

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Herr Teito Klein

26.02.2015, 09:11 Uhr

Putin ante portas
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Gehen die Russen in weiteren osteuropäischen Staaten gegen Freunde des Westens in Stellung? Der Nato-Oberkommandierende Breedlove hält das für möglich.

Die Krim war ein Testballon. Darauf folgten Donezk, Luhansk, Debalzewe. Jetzt ist noch Mariupol an der Reihe bevor er Moldawien ins Visier nimmt.
Danach folgen Lettland, Estland, Litauen, ....

Herr John Smidt

26.02.2015, 09:35 Uhr

@ Herr Teito Klein

sehr amüsante Feststellung!

Seit 23 Jahren sind die Russen dort und NICHTS ist passiert. Aber die planen was, ich bin mir sicher, irgendwas brühen sie dort aus! :-)))
Erst Krim mit 2Mio. Einwohnern, dann Donezk mit knapp 1 Mio. Einwohnern, Lugansk mit 400 Tausend, danach Debalzewo mit knapp 25 Tausend, anschließend Dorf Mykolaivka mit 2,5 Tausend Einwohnern und als letztes das Haus des Dorfältesten Bat’ko Mahno.

Irgendwie degradiert Putin ein wenig!

Herr Alexander Knoll

26.02.2015, 09:52 Uhr

Hurra! Wir haben endlich wieder den RUSSEN als Feindbild. (...)

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