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08.10.2011

14:26 Uhr

Mongolei-Besuch

Merkel reist mit Milliardenvertrag im Gepäck

Bei dem möglichen Deal geht es um viel Kohle: Beim Besuch von Kanzlerin Angela Merkel nächste Woche in der Mongolei soll möglicherweise ein Milliardenvertrag mit der deutschen Bergbauindustrie unterzeichnet werden.

Ein endliches, aber noch immer ertragreiches Geschäft: Kohleabbau. ZB

Ein endliches, aber noch immer ertragreiches Geschäft: Kohleabbau.

Ulan Bator Der mongolische Ministerpräsident Suchbaatar Batbold bestätigte der Nachrichtenagentur dpa in Ulan Bator entsprechende Pläne. Er zeigte sich „hoffnungsvoll“, das es zu einem Abschluss kommt, hob aber hervor, dass die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen seien.

Es geht um ein Abkommen zwischen dem deutsch-australischen Konsortium aus BBM Operta aus Mülheim an der Ruhr und dem Partner Macmahon mit dem mongolischen Staatsunternehmen Erdenes TT über den Kokskohle Tagebau in der riesigen Lagerstätte Tavan Tolgoi. Rund 100 Millionen Tonnen Kohle sollen dort in den nächsten zehn Jahren gefördert werden. Das Unternehmen beziffert das damit verbundene Gesamtauftragsvolumen „auf rund zwei Milliarden US-Dollar“.

Das Rohstoffabkommen mit der Mongolei soll deutschen Unternehmen aber vor allem den Zugang zu den sogenannten Seltenen Erden des Landes ermöglichen. Ein entsprechender Rahmenvertrag solle beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag in dem Land unterzeichnet werden, hieß es am Freitag in Regierungskreisen in Berlin. Ziel sei es, deutschen Unternehmen einen Zugang zu fairen Preisen zu den begehrten Rohstoffen zu ermöglichen.

Bei den Seltenen Erden handelt es sich um eine Gruppe von 17 Metallen, die für die Herstellung zahlreicher High-Tech-Produkte wie Smartphones, Computer und Hybrid-Autos unersetzlich sind und die auch in der Rüstungsindustrie gebraucht werden. Allerdings kommen sie nur in wenigen Staaten vor. China hatte für Seltene Erden unlängst eine Exportbeschränkung erlassen.

Deutschland gehe es darum, die Märkte offenzuhalten, verlautete aus den Regierungskreisen. Das Rohstoffabkommen mit der Mongolei sei allerdings noch nicht ganz unterschriftsreif. „Wir gehen aber davon aus, dass es unterzeichnet wird“, hieß es. Es hake nur noch an Kleinigkeiten. Dem Abkommen auf Regierungsebene müssten dann Verträge der Unternehmen folgen, in denen die Konditionen für den Kauf der Rohstoffe geregelt würden.

Die deutsche Wirtschaft will sich in der Mongolei zudem in weiteren Bereichen engagieren, etwa bei Projekten zur Verkehrsinfrastruktur oder im Umweltschutz. Zwar habe das asiatische Land mit seinen drei Millionen Einwohnern nur ein kleines Bruttoinlandsprodukt (BIP), doch sage etwa der IWF der Mongolei für nächstes Jahr ein Wirtschaftswachstum von zehn Prozent voraus. Neben den Seltenen Erden gibt es Kohle- und Kupfervorkommen.

Begleitet wird Merkel bei ihrer Reise, die sie ab Montag zunächst nach Vietnam führt, von einer Wirtschaftsdelegation. Dieser gehören diesmal vor allem Vertreter mittelständischer Unternehmen an, aber auch einiger großer Firmen.


Kommentare (2)

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Alice

08.10.2011, 17:38 Uhr

Stepmom Merkel reist nur noch in der Welt herum anstatt im eigenen Wählerland endlich vernüftige Entscheidungen zu treffen. Das wird hoffentlich bald zu ende sein, wenn Neuwalen ausgerufen sind. Und dann ?

Peer-Bilderbeger

09.10.2011, 16:08 Uhr

und dann?????

Die Bilderberger haben doch schon Herrn Steinbrück nominiert. Sagen Sie mal, was lesen Sie denn für Schundromane (Spiegel, FAZ, Bild,..), wenn Sie das nicht einmal wissen?

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Der Bilderberger Steinbrück als Kanzlerkandidat
Dienstag, 21. Juni 2011 , von Freeman um 20:09

Manchmal treten Vorhersagen schneller ein als man sie erwartet. Die langjährige Beobachtung zeigt nämlich, Politiker die bei der Bilderberg-Konferenz teilnehmen machen sehr oft einen steilen Aufstieg und landen in Führungspositionen. So auch Peer Steinbrück, den wir bei seiner Wanderung vom Paradiso Bergrestaurant als Bilderberg-Teilnehmer fotografieren konnten. Kaum aus St. Moritz zurückgekehrt und von einer Tournee um für sein Buch "Unterm Strich" zu werben, sowie vielen Vorträgen um sich unters Volk zu mischen, will der ehemalige Bundesfinanzminister wieder in die Spitzenpolitik zurückkehren und hat sich als Kanzlerkandidat der SPD angeboten.

Steinbrück neben Airbus-Chef Thomas Enders:

Am vergangenen Sonntagabend trat Steinbrück bereits vor die ARD-Kameras und äusserte sich zur Eurokrise und der Situation in Griechenland. Er sagte "Ohne Schuldenerlass wird sich Griechenland aus seinen Kalamitäten nicht befreien können. Ich glaube, dass wir nicht mehr über das Ob, sondern nur noch über das Wie eines richtigen Schuldenschnitts für Griechenland reden müssen". Dieser schmerzhafte Schritt werde aber nicht ohne Folgen bleiben, sagte er. Man müsse "Kollateral-Effekte" im Blick haben. So dürfte für manche dann betroffene Bank eine Rekapitalisierung nötig werden, so Steinbrück.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Der Bilderberger Steinbrück als Kanzlerkandidat http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/06/der-bilderberger-steinbruck-als.html#ixzz1aIFt39Y2

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