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22.11.2013

18:38 Uhr

Monroe, Dietrich und Co.

Sein unstillbarer Hunger nach Sex

VonAxel Postinett

„Die Frauen wollen ihn bemuttern oder heiraten“, schrieb die New York Times über JFK. Ob Sekretärin oder Filmdiva – er wollte sie dagegen nur in sein Bett holen. Auch seine Affären bieten Stoff für Verschwörungstheorien.

Die Frau an seiner Seite: John F. Kennedy mit seiner First Lady Jackie Kennedy. Neben ihr hatte der US-Präsident unzählige Affären. Reuters

Die Frau an seiner Seite: John F. Kennedy mit seiner First Lady Jackie Kennedy. Neben ihr hatte der US-Präsident unzählige Affären.

San FranciscoEr ist bis heute der beliebteste Präsident der USA, in seine Amtszeit fielen die Kubakrise, die Invasion in der Schweinebucht, er startete den Wettlauf zum Mond mit den Russen. Die Boulevard-Presse vergötterte den Politiker mit dem Hollywood-Appeal und der bewunderten First Lady Jacqueline Kennedy an seiner Seite.

Doch es gab auch den geheimen JFK, einen Mann an der Spitze der größten Supermacht der Welt mit einem unstillbaren Hunger – nach Frauen. Ein JFK, der erst im Laufe vieler Jahre nach und nach ans Licht kam.

Niemand wagt heute nur ansatzweise zu schätzen, wie viele wirklich seinen Weg gekreuzt haben, aber wenige waren es nicht. Und gemessen an der heutigen Zeit, wo ein zotiger Witz, ein falscher Blick oder ein Grabscher zur falschen Zeit Karrieren unwiderruflich beenden kann, geradezu unfassbar.

Legendäre Worte Kennedys

Pflichterfüllung

„Fragt nicht, was Euer Land für Euch tun kann, fragt, was Ihr für Euer Land tun könnt.“ (Am 20. Januar 1961 in seiner Vereidigungsrede)

Mondlandung

„Jetzt ist es Zeit für ein großes, neues amerikanisches Vorhaben. (...) Ich glaube, diese Nation sollte es sich zum Ziel setzen, noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond zu landen und sicher zur Erde zurückzubringen.“ (Am 25. Mai 1961 nach dem weltweit ersten Raumflug durch den sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin)

Frieden

„Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.“ (Am 25. September 1961 vor den Vereinten Nationen.)

Demokratie

„Diejenigen, die friedliche Revolution unmöglich machen, machen gewaltsame Revolution unausweichlich.“ (Am 13. März 1962 in einer Rede vor lateinamerikanischen Diplomaten.)

Wiedervereinigung

„In einer Situation des Wandels und der Herausforderung (...) hat jeder Bewohner West-Berlins die Pflicht, seinen Standpunkt zu überdenken und zu überlegen, welches Ziel die Stadt ansteuert und wie sie am besten dorthin gelangt (...) Wenn wir für die Zukunft dieser Stadt arbeiten wollen, dann lassen Sie uns mit den Gegebenheiten fertig werden, so wie sie wirklich sind, nicht so, wie sie hätten sein können und wir sie uns gewünscht hätten (...) Die friedliche Wiedervereinigung Berlins und Deutschlands wird daher weder rasch erfolgen noch leicht sein.“ (Am 26. Juni 1963 vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin.)

Berlin

„Vor zweitausend Jahren war der stolzeste Satz, den ein Mensch sagen konnte, der: "Ich bin ein Bürger Roms!" Heute ist der stolzeste Satz, den jemand in der freien Welt sagen kann: "Ich bin ein Berliner!" (...) Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger dieser Stadt West-Berlin, und deshalb bin ich als freier Mann stolz darauf, sagen zu können: "Ich bin ein Berliner!"“ (Ebenfalls am 26. Juni 1963 am Schöneberger Rathaus.)

Anhänger der Verschwörungstheorie gehen sogar so weit, sein zügelloser Lebenswandel könnte hinter dem Attentat stehen, das am 22. November 1963 seinem Leben ein Ende setzte. Sein Privatleben habe ihn, so die Theorie, in den Augen mächtiger Gegenspieler zur Gefahr für die USA werden lassen, erpressbar und eine ständige Gefahr für öffentliche Skandale zu einer Zeit, als die Spannungen mit der Sowjetunion ihren Höhepunkt erreicht hatten.

„Er hatte einen geradezu unstillbaren Hunger nach Sex“, sagte der Autor des jüngst erschienenen Buchs „The Kennedy Half-Century: The Presidency, Assassination and Lasting Legacy of John F Kennedy“, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. „Gemessen an heutigen Maßstäben behandelte er junge und schöne Frauen als Sexualobjekte.“

Der jüngste Präsident der USA habe „Präsidentschaft und Familie immer und immer wieder aufs Spiel gesetzt“, beschreibt er die wilden Jahre im Oval Office und glaubt, fremde Nachrichtendienste hätten „mit ziemlicher Sicherheit bis zu einem gewissen Grad Informationen über sein Verhalten“.

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