Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.01.2015

21:59 Uhr

Montags-Demonstration

Pegida-Ableger in Dänemark formiert sich

Es war abzusehen, dass es nicht bei einer deutschen Bewegung bleibt. Während viele Beobachter im Ausland kritisch auf die Pegida-Bewegung blicken, formieren sich dort auch Ableger. Der dänische geht in die Offensive.

Es gibt sie nicht nur in Deutschland – die angeblich um das Abendland besorgten Europäer. Der dänische Ableger will sich am Montag auf Kopenhagens Straßen zeigen. AFP

Es gibt sie nicht nur in Deutschland – die angeblich um das Abendland besorgten Europäer. Der dänische Ableger will sich am Montag auf Kopenhagens Straßen zeigen.

KopenhagenDer dänische Ableger der Pegida-Bewegung hat für Montag zu einer Demonstration in Kopenhagen aufgerufen. Der Protestzug beginne am Montagabend um 18.00 Uhr, sagte Organisator Nicolai Sennels am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Im sozialen Netzwerk Facebook hätten 300 Menschen ihr Kommen zugesagt, fügte der Schulpsychologe hinzu. Die Kundgebung solle der Mittelschicht die Gelegenheit geben, „ihre Besorgnis hinsichtlich eines gewalttätigen Islam auszudrücken“.

Die Bewegung der Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (Pegida) war im Oktober in Deutschland entstanden. In Dresden gingen seitdem montags regelmäßig tausende Anhänger der islamfeindlichen Bewegung auf die Straße. Aus Sorge vor einem Anschlag sagten die Dresdner Pegida-Organisatoren die für kommenden Montag geplante Kundgebung allerdings ab. Zudem untersagte die Polizei wegen einer „konkreten Gefahr“ alle öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel in der sächsischen Landeshauptstadt.

Wer sind die Pegida-Demonstranten?

Geschlecht

75 Prozent der Pegida-Teilnehmer sind Männer.

Alter

Die größte Altersgruppe machen mit 37 Prozent die 40- bis 59-Jährigen aus.

Bildung

28 Prozent sind Hochschulabsolventen, 18 Prozent haben das Abitur als letzten Abschluss, 9 Prozent haben eine Meisterprüfung abgelegt.

Beruf

Fast die Hälfte (47 Prozent) sind Angestellte oder Arbeiter, 18 Prozent Rentner und nur 2 Prozent geben an, keine Tätigkeit auszuüben oder Arbeit zu suchen.

Einkommen

Fast 40 Prozent der Teilnehmer verfügen über ein monatliches Nettoeinkommen von mehr als 1500 Euro netto.

Politische Einstellung

62 Prozent geben an, keiner Partei verbunden zu sein. 17 Prozent stehen der AfD nahe, 9 Prozent der CDU, 4 Prozent der rechtsextremen NPD, 3 Prozent der Linken. Jeweils 1 Prozent sympathisiert mit SPD, Grünen und der FDP.

Glaube

73 Prozent sind konfessionslos, 21 Prozent protestantisch und 4 Prozent katholisch. 2 Prozent gehören anderen Glaubensgemeinschaften an.

Die Quelle

Wissenschaftler der TU Dresden haben bei drei Pegida-Demonstrationen zwischen dem 22. Dezember und dem 12. Januar rund 400 Teilnehmer befragt.

Pegida-Ableger wurden bereits auch in anderen europäischen Ländern gegründet, darunter Belgien und Spanien. Am Montag vergangener Woche hatten in der norwegischen Hauptstadt Oslo rund 200 Pegida-Anhänger demonstriert.

Von

afp

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Johannes Krause

19.01.2015, 08:17 Uhr

Patriotische Europäer gibt es eben nicht nur in Dresden, und die Islamisierung des Abendlandes ist überall im Abendland traurige Realität.
Logisch, daß Pegida auch in anderen Ländern auf die Straße drängt.

Daß die Demonstration heute in Dresden wegen konkreter Terrordrohungen von Moslems abgesagt werden mußte, zeigt, wie berechtigt diese Demos sind, aller Hetze aus Politik und Medien zum Trotz.

Herr Otto Berger

19.01.2015, 09:24 Uhr

PEGIDA ist nicht islamfeindlich sondern gegen den politischen Islam mit Scharia, Scharia-Polizei, Entrechtung der Frau, Ehrenmorde, islamischen Extremismus, islamischen Terrorismus, somit für den gelebten EU-Islam, für den auch der Zentralrat der Ex-Muslime einsteht und demonstriert, allerdings auch unter Bedrohung durch die "Hardliner" des Islams !!
Zu Deutschland kann nur ein Islam gehören, der auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Genau das hat Frau Dr. Merkel nicht erwähnt bei ihrer Aussage "der Islam gehört zu Deutschland" und das führt zu Missverständnissen und Terrordrohungen.
Europa muss wider alle Terrordrohungen der islamischen Hardliner klar herausstellen, dass nur ein Islam geduldet wird, der mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung kompatibel ist.
Nicht mehr und nicht weniger !

Account gelöscht!

19.01.2015, 14:44 Uhr

Anders herum wird ein Schuh daraus...die Polizei hat die Pegida Organisationen die Pistole auf die Brust gedrückt und hat den Protest verboten. Da die Polizei angeblich überfordert wäre.
Das frage ich mich nur, warum die Polizei alle Demonstrationen an einen Tag zulassen will und nicht die Gegendemonstration am Mittwoch oder Donnerstag. Problem gelöst.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×