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17.12.2012

13:33 Uhr

Monte dei Paschi

EU-Kommission gewährt Bank Milliardenhilfe

Die EU-Kommission hat eine Milliardenhilfe für die italienische Bank Monte dei Paschi genehmigt. Rund 3,9 Milliarden Euro seien nötig, um das System zu stabilisieren. Allerdings stellt Brüssel im Gegenzug Bedingungen auf.

Die Bank Monte dei Paschi erhält eine Milliarden-Kapitalspritze. Reuters

Die Bank Monte dei Paschi erhält eine Milliarden-Kapitalspritze.

BrüsselDie EU-Kommission hat grünes Licht für eine Kapitalspritze von 3,9 Milliarden Euro für die drittgrößte italienische Bank Monte dei Paschi gegeben. Die staatliche Hilfe sei nötig, um das Finanzsystem zu stabilisieren, teilten die obersten europäischen Wettbewerbshüter am Montag in Brüssel mit. Das Institut werde danach in der Lage sein, wie von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde verlangt ihr Kernkapital aufzustocken und ein Polster gegen Risiken aus Staatsanleihen aufzubauen.

Allerdings gilt die Brüsseler Genehmigung nur vorläufig und ist an die Bedingung geknüpft, dass die Bank innerhalb von sechs Monaten einen Umstrukturierungsplan vorlegt. Die Probleme bei der vom Staat gestützten Bank Monte dei Paschi reißen nicht ab. Die Traditionsbank steckt in einer tiefen Krise und ist wegen des Konzernumbaus in den roten Zahlen. Die Bank will bis zu 4600 der zuletzt rund 33 000 Stellen streichen, Geschäftsbereiche verkaufen und Filialen schließen.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Ludwig500

17.12.2012, 14:27 Uhr

Immer wieder schön. Rettungsmilliarden im Gegenzug für Umstrukturierungsversprechen, Steuerzahlergeld für die Zockerbuden der Millionäre.

"Die staatliche Hilfe sei nötig, um das Finanzsystem zu stabilisieren"

Mit dieser Floskel lässt sich jeder noch so offensichtliche Betrug an der arbeitenden Bevölkerung rechtfertigen. Dieses Finanzsystem wird wohl erst aufhören stabilisiert zu werden, wenn es denn Verantwortlichen endlich an die Gurgel geht.

Account gelöscht!

17.12.2012, 14:41 Uhr

Es wäre schon schön, wenn wenigstens ein Wirtschaftsblatt unterscheiden könnte (und zwar auch im Titel) zwischen "Beihile gewähren" und "einer Beihilfegewährung zustimmen". Insofern ist es doch schade, dass die FTD-Konkurrenz eingegangen ist - jetzt kann sich im HB die Schlamperei breit machen!

Wischniowski

17.12.2012, 15:07 Uhr

Solange die EZB auf Kosten der EZB-Billanz und damit auf Kosten der europäischen Steuerzahler italienische Staatsanleihen gegen jede ökonomische Vernunft in ihrem Portfolio hat, ist es gleichsam egal, ob die Kommission nur zustimmt oder selbst zahlt. Mit 3,5 Milliarden EURO hätte man Ecuador vor der Vernichtung des Regenwaldes mit schätzungsweise 6 Trillionen Lebewesen pro Hektar bewahren können. Ich vermute die Bürger der EU würden sich unter demokratischen Verhältnissen dafür aussprechen. Aber lieber rettet man eine Bank!!!

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