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22.12.2016

11:26 Uhr

Mord am russischen Botschafter

Gülen weist Vorwürfe zum Ankara-Attentat zurück

Fetullah Gülen wird für das Attentat auf den russischen Botschafter verantwortlich gemacht. Dieser weist die Vorwürfe zurück – und erwartet in Zukunft noch weitere Anschuldigungen.

Der Geistliche wurde zuerst für den Putschversuch verantwortlich gemacht. Erdogan gab ihm zusätzlich die Schuld für das Attentat auf den russischen Botschafter. dpa

Fethullah Gülen

Der Geistliche wurde zuerst für den Putschversuch verantwortlich gemacht. Erdogan gab ihm zusätzlich die Schuld für das Attentat auf den russischen Botschafter.

MoskauDer in den USA lebende türkische Geistliche Fetullah Gülen hat eine Verstrickung in die Ermordung des russischen Botschafters in der Türkei bestritten. Er weise die Vorwürfe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zurück und verurteile den Mord, sagte Gülen in einem Video, das der Nachrichtenagentur AP vorlag. Die türkische Regierung verleumde ihn und seine Bewegung und werde ihr wohl auch noch andere Attentate zur Last legen. Die Welt werde sich davon aber nicht überzeugen lassen.

Erdogan hat Gülen bereits für den gescheiterten Putsch im Sommer verantwortlich gemacht und verlangt dessen Auslieferung.

Mittlerweile sind die engsten Angehörigen des Attentäters wieder auf freiem Fuß. Die Eltern, die Schwester, zwei Onkel und eine Tante des 22-jährigen Polizisten Mevlüt Mert Altintas seien wieder aus der Untersuchungshaft entlassen worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag. Im Zuge der Ermittlungen suchen die Behörden laut Anadolu weiter nach 120 Menschen.

Der russische Botschafter Andrej Karlow war am Montag bei einer Ausstellungseröffnung von einem Polizisten erschossen worden. Der Angreifer rief während seiner Tat „Vergesst Aleppo nicht, vergesst Syrien nicht“. Er wurde nach einem Feuergefecht von Polizisten erschossen.

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